Was lernen wir von Li Qing Yuen?

Was lernen wir von Li Qing Yuen?

An dieser Stelle eine kleine Geschichte über einen in China berühmten Freund des He Shou Wu, den Chinesen Li Qing Yuen (auch Li Ching Yuen; siehe Abbildung, Quelle Dharmawanda), der 1930 gestorben sein soll, in extrem hohen Alter, weit über 100 Jahre (im Guinnessbuch der Rekorde als Li Chung-yun und Li Zhongyun aufgeführt.). Die New York Times berichtet über seinen Tod in einem Artikel vom 6. Mai 1933 und gibt sein Alter mit 197 Jahren an. Auch bei Wikipedia ist ein Eintrag zu finden. Ihm wurde von einem Weisen empfohlen, täglich He Shou Wu und Ginseng einzunehmen. Li selbst lebte von (Heil)Pflanzen, damals kannte man diese noch nicht als solche, sie waren normale Nahrung, gelegentlich Fisch und ganz selten auch Fleisch. Neben Ginseng und He Shou Wu isst er die Beeren von Gou Qi Zi (bei uns Goji, auch Wolfsbeere, botanisch Lycium chinensis, genannt). Wie und was er isst, liegt nahe an der sog. Altsteinzeitdiät.

Sein Rat für Mitmenschen, die lange gesund leben wollen, von ihm selbst praktiziert (nachzulesen bei Dharmawanda und Teeguarden). Was er sagt, sagen, auf ähnliche Weise, auch moderne Erkenntnisse zu gesundem Leben und der Ausweitung unserer gesunden Lebensspanne. Wer lebt wie Li Qing, wird lange gesund leben, auch heute. Es ist auch nicht schwierig zu machen.

  1. Gehe wie eine Taube, schnell gehen, in jedem Alter. Wir sehen oft Leute am Strand und sonst wo, sie gehen als ob sie schlafen, wie in Zeitlupe, fast wie eine Schildkröte, oder wie der geschundene Clint Eastwood in einem Italowestern, der sich zu Fuß und ohne Wasser tagelang durch eine amerikanische Wüste quälen muss; ein anderer Name: speed walking, in China seit ewig praktiziert, nun auch bei uns; gut kombinierbar mit Nordic walking. Heute ist schnelles Gehen bis in ein hohes Alter als eine der wirksamsten Methoden der Vorbeugung von Alterskrankheiten wissenschaftlich anerkannt. Bewegung ist die beste Medizin. Und Sesshaftigkeit ist ein Feind unserer Gesundheit. Nach circa 15 Minuten kurz aufstehen und ein paar Schritte gehen.

  2. Schlafe wie ein Hund, bezieht sich auf die Fähigkeit, schnell einzuschlafen, wo immer sich die Gelegenheit dafür ergibt; Hunde werden aber auch schnell wach und sind sofort voll da. Wenn ein Hund schläft, atmet er tief, durch den Bauch (Bauchatmung, nicht Brustatmung; lässt sich leicht lernen). Tiefer Schlaf in Verbindung mit tiefer (Bauch-) Atmung gibt dem Körper jeden Tag neue Kraft und erhält die Vitalität der Körperzellen. Um die Vorteile des Schlafens wie ein Hund, nicht zuletzt für die Gesundheit des Herzens, zu erhalten, sollte man vor dem Schlafengehen fünf bis fünfzehn Minuten durch den Bauch einatmen. (Viele Quellen dazu im Internet: Bauchatmung).

    Li Quing Yuen, eine Ginsengwurzel haltend (Bildquelle: © Wikipedia)

  3. Sitze wie eine Schildkröte; bezieht sich auf die Fähigkeit, ruhig zu sitzen und langsam und ruhig zu atmen. (In Japan gelten Schildkröten als Symbole eines langen Lebens). Dieses Sitzen lernt man am besten durch Meditation. Stilles Sitzen in Verbindung mit langsamem Atmen vermag hohen Blutdruck zu verringern. Es wirkt gegen den Stress des Berufsalltags mit seinen vielen Sorgen und seiner Ablenkung von konzentrierter Arbeit. Wir ergänzen: langes Sitzen ist nicht gesund. Es widerspricht dem, was uns die Evolution vor vielen Jahren an körperlicher Robustheit geschenkt hat. Öfters aufstehen, sich bewegen. Die Forschung sagt uns: Sesshaftigkeit lässt sich nicht durch Bewegung kompensieren, sei es normales Gehen, sei es ein Marathon, sei es Gewichte heben usw. (Chau u.a., 2013; Wilmot, 2012).

Unsere wichtigste Aussage hat der chinesische Philosoph Zhuangzi vor über 2000 Jahren ausgesprochen (wir sehen ihn in Begleitung mit seinen Tieren).

(Bildquelle: © Wikipedia)

"Ein Weg kommt zustande, in dem man ihn geht."

 

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Was lernen wir von Li Qing Yuen?

Was lernen wir von Li Qing Yuen?

An dieser Stelle eine kleine Geschichte über einen in China berühmten Freund des He Shou Wu, den Chinesen Li Qing Yuen (auch Li Ching Yuen; siehe Abbildung, Quelle Dharmawanda), der 1930 gestorben sein soll, in extrem hohen Alter, weit über 100 Jahre (im Guinnessbuch der Rekorde als Li Chung-yun und Li Zhongyun aufgeführt.). Die New York Times berichtet über seinen Tod in einem Artikel vom 6. Mai 1933 und gibt sein Alter mit 197 Jahren an. Auch bei Wikipedia ist ein Eintrag zu finden. Ihm wurde von einem Weisen empfohlen, täglich He Shou Wu und Ginseng einzunehmen. Li selbst lebte von (Heil)Pflanzen, damals kannte man diese noch nicht als solche, sie waren normale Nahrung, gelegentlich Fisch und ganz selten auch Fleisch. Neben Ginseng und He Shou Wu isst er die Beeren von Gou Qi Zi (bei uns Goji, auch Wolfsbeere, botanisch Lycium chinensis, genannt). Wie und was er isst, liegt nahe an der sog. Altsteinzeitdiät.

Sein Rat für Mitmenschen, die lange gesund leben wollen, von ihm selbst praktiziert (nachzulesen bei Dharmawanda und Teeguarden). Was er sagt, sagen, auf ähnliche Weise, auch moderne Erkenntnisse zu gesundem Leben und der Ausweitung unserer gesunden Lebensspanne. Wer lebt wie Li Qing, wird lange gesund leben, auch heute. Es ist auch nicht schwierig zu machen.

  1. Gehe wie eine Taube, schnell gehen, in jedem Alter. Wir sehen oft Leute am Strand und sonst wo, sie gehen als ob sie schlafen, wie in Zeitlupe, fast wie eine Schildkröte, oder wie der geschundene Clint Eastwood in einem Italowestern, der sich zu Fuß und ohne Wasser tagelang durch eine amerikanische Wüste quälen muss; ein anderer Name: speed walking, in China seit ewig praktiziert, nun auch bei uns; gut kombinierbar mit Nordic walking. Heute ist schnelles Gehen bis in ein hohes Alter als eine der wirksamsten Methoden der Vorbeugung von Alterskrankheiten wissenschaftlich anerkannt. Bewegung ist die beste Medizin. Und Sesshaftigkeit ist ein Feind unserer Gesundheit. Nach circa 15 Minuten kurz aufstehen und ein paar Schritte gehen.

  2. Schlafe wie ein Hund, bezieht sich auf die Fähigkeit, schnell einzuschlafen, wo immer sich die Gelegenheit dafür ergibt; Hunde werden aber auch schnell wach und sind sofort voll da. Wenn ein Hund schläft, atmet er tief, durch den Bauch (Bauchatmung, nicht Brustatmung; lässt sich leicht lernen). Tiefer Schlaf in Verbindung mit tiefer (Bauch-) Atmung gibt dem Körper jeden Tag neue Kraft und erhält die Vitalität der Körperzellen. Um die Vorteile des Schlafens wie ein Hund, nicht zuletzt für die Gesundheit des Herzens, zu erhalten, sollte man vor dem Schlafengehen fünf bis fünfzehn Minuten durch den Bauch einatmen. (Viele Quellen dazu im Internet: Bauchatmung).

    Li Quing Yuen, eine Ginsengwurzel haltend (Bildquelle: © Wikipedia)

  3. Sitze wie eine Schildkröte; bezieht sich auf die Fähigkeit, ruhig zu sitzen und langsam und ruhig zu atmen. (In Japan gelten Schildkröten als Symbole eines langen Lebens). Dieses Sitzen lernt man am besten durch Meditation. Stilles Sitzen in Verbindung mit langsamem Atmen vermag hohen Blutdruck zu verringern. Es wirkt gegen den Stress des Berufsalltags mit seinen vielen Sorgen und seiner Ablenkung von konzentrierter Arbeit. Wir ergänzen: langes Sitzen ist nicht gesund. Es widerspricht dem, was uns die Evolution vor vielen Jahren an körperlicher Robustheit geschenkt hat. Öfters aufstehen, sich bewegen. Die Forschung sagt uns: Sesshaftigkeit lässt sich nicht durch Bewegung kompensieren, sei es normales Gehen, sei es ein Marathon, sei es Gewichte heben usw. (Chau u.a., 2013; Wilmot, 2012).

Unsere wichtigste Aussage hat der chinesische Philosoph Zhuangzi vor über 2000 Jahren ausgesprochen (wir sehen ihn in Begleitung mit seinen Tieren).

(Bildquelle: © Wikipedia)

"Ein Weg kommt zustande, in dem man ihn geht."

 

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