Warum ist Ashwagandha so populär in Indien?

Ayurveda

Die naheliegende Antwort: Weil die Pflanze gute Leistungen bringt. In Indien und in China genauso gelten Heilplanzen als konzentrierte Ernährung. Die komplizierte Antwort: Weil sie Teil eines Gesundheitssystems ist, in dem Heilkräuter eine Schlüsselrolle spielen. Hierzu nur zwei Zitate. Zunächst die klassische Definition, 2000 Jahre alt, zu Ayurveda, der indischen Heillehre:

„Ein Mensch wird gesund genannt, dessen Physiologie im Gleichgewicht ist, dessen Verdauung und Stoffwechsel gut arbeitet, dessen Gewebe und Ausscheidungsfunktionen normal funktionieren und dessen Seele, Geist und Sinne sich im Zustand dauerhaften, inneren Glücks befinden“ (Sushrata Samhita). Aswagandha gilt als ein Kern des Rasanya. Im Ayurveda wird die pflanzliche Zubereitung als "Rasayana" bezeichnet.

Zitieren wir aus einem 2000 Jahre alten Text:

„Durch Rasayanarlangt man ein langes Leben (dirgha ayuh), Erinnerungsvermögen (smriti), geistige Klarheit (medha), Jugendlichkeit (taruna), Vollendung in der Sprache (vaksiddhi), Lebensenergie (vayas), Fülle im Hinblick auf Glanz, Farbe und Ton (prabha-varna-svara-audarya), optimale Kraft des Körpers und der Sinnesorgane (deha-indriya- bala-para), Vollendung der Sprache (vak-siddhi), Bescheidenheit (pranati) und Anziehungskraft (kanti).“ (Caraka Cikitsa 1.1.8).

In der modernen Sprache hieße das: der Körper Arbeit im Zustand der Homöostase. „Der Ayurveda weist darauf hin, dass man sein Leben selbst gesundheitsfördernd gestalten und beeinflussen kann und es vor allem in der Hand des Individuums selbst liegt, lange und gesund zu leben. Dazu muss man individuelle Ungleichgewichte rechtzeitig erkennen und Homöostase anstreben. Die reichhaltigen Angebote aus der Natur können dabei sehr hilfreich sein“ (Keßler, S. 45). Die zum Teil Jahrhundert alten Erfahrungen helfen uns dabei.

Homöostase ist zu ergänzen durch Allostase. 

Bei der Erhaltung der Homöostase und Allostase der Energie – man kann es als Anti-Aging bezeichnen – spielt das neuroendoktrine System eine Schlüsselrolle (Winston & Maines; Yance). Für den Erhalt der physischen Funktion des Körpers ist es unverzichtbar. Am Beispiel des Alterns japanischer Menschen weisen es Arai & Hirose (Aging and bio-motor function) detailliert nach. Ashwagandha kann dazu beitragen die mentalen Fähigkeit zu erhalten. In Indien wird erfahrungsgemäß Ashwagandha auch als Mittel zur Entspannung und zum Schlaf eingenommen.

Copyright Adaptogenics. Die kommerzielle Nutzung der hier aufbereiteten Informationen durch Dritte ist untersagt.

Haftungsausschluss: Jegliche Haftung, insbesondere für eventuelle Schäden oder Konsequenzen, die durch die Nutzung der hier angebotenen Informationen entstehen, sind ausgeschlossen. Die hier dargestellten Produkte und Informationen dienen nicht dazu, eine Krankheit zu behandeln, zu heilen, zu Diagnostizieren oder zu verhindern. Die Information dient nicht zur Behandlung von Erkrankungen. Wer Arzneien einnimmt, sollte vor der Einnahme jeglicher Nahrungsergänzungsmittel seinen Arzt oder Heilpraktiker zu Rate ziehen.

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Warum ist Ashwagandha so populär in Indien?

Ayurveda

Die naheliegende Antwort: Weil die Pflanze gute Leistungen bringt. In Indien und in China genauso gelten Heilplanzen als konzentrierte Ernährung. Die komplizierte Antwort: Weil sie Teil eines Gesundheitssystems ist, in dem Heilkräuter eine Schlüsselrolle spielen. Hierzu nur zwei Zitate. Zunächst die klassische Definition, 2000 Jahre alt, zu Ayurveda, der indischen Heillehre:

„Ein Mensch wird gesund genannt, dessen Physiologie im Gleichgewicht ist, dessen Verdauung und Stoffwechsel gut arbeitet, dessen Gewebe und Ausscheidungsfunktionen normal funktionieren und dessen Seele, Geist und Sinne sich im Zustand dauerhaften, inneren Glücks befinden“ (Sushrata Samhita). Aswagandha gilt als ein Kern des Rasanya. Im Ayurveda wird die pflanzliche Zubereitung als "Rasayana" bezeichnet.

Zitieren wir aus einem 2000 Jahre alten Text:

„Durch Rasayanarlangt man ein langes Leben (dirgha ayuh), Erinnerungsvermögen (smriti), geistige Klarheit (medha), Jugendlichkeit (taruna), Vollendung in der Sprache (vaksiddhi), Lebensenergie (vayas), Fülle im Hinblick auf Glanz, Farbe und Ton (prabha-varna-svara-audarya), optimale Kraft des Körpers und der Sinnesorgane (deha-indriya- bala-para), Vollendung der Sprache (vak-siddhi), Bescheidenheit (pranati) und Anziehungskraft (kanti).“ (Caraka Cikitsa 1.1.8).

In der modernen Sprache hieße das: der Körper Arbeit im Zustand der Homöostase. „Der Ayurveda weist darauf hin, dass man sein Leben selbst gesundheitsfördernd gestalten und beeinflussen kann und es vor allem in der Hand des Individuums selbst liegt, lange und gesund zu leben. Dazu muss man individuelle Ungleichgewichte rechtzeitig erkennen und Homöostase anstreben. Die reichhaltigen Angebote aus der Natur können dabei sehr hilfreich sein“ (Keßler, S. 45). Die zum Teil Jahrhundert alten Erfahrungen helfen uns dabei.

Homöostase ist zu ergänzen durch Allostase. 

Bei der Erhaltung der Homöostase und Allostase der Energie – man kann es als Anti-Aging bezeichnen – spielt das neuroendoktrine System eine Schlüsselrolle (Winston & Maines; Yance). Für den Erhalt der physischen Funktion des Körpers ist es unverzichtbar. Am Beispiel des Alterns japanischer Menschen weisen es Arai & Hirose (Aging and bio-motor function) detailliert nach. Ashwagandha kann dazu beitragen die mentalen Fähigkeit zu erhalten. In Indien wird erfahrungsgemäß Ashwagandha auch als Mittel zur Entspannung und zum Schlaf eingenommen.

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