Adaptogene für Pferd und Tier

Wir geben ausschließlich Hinweise über adaptogene Pilze. Wir haben dabei drei im Blickpunkt: Cordyceps, Reishi, Agaricus.

Ausgangspunkt

Adaptogene bilden eine neue Klasse von Substanzen eines vollständigen natürlichen Ursprungs. Die früher in der Natur noch frei gewachsenen Pilze werden heute fast ausschließlich von Menschen angebaut. Die in der freien Natur vorkommenden Pilze sind über erntet oder wie bei Cordyceps kaum mehr bezahlbar.

Körperliche Anstrengung setzt Körper und Gehirn, auch von Tieren, vermehrtem Stress aus. Stress bewirkt die Produktion von mehr Stresshormonen wie Cortisol und freien Radikalen. Insbesondere Ausdauersport und Training kann zu einer dauerhaften Überproduktion von Stresshormonen führen und vielfältige Schäden im Körper anrichten. Im Idealfall werden diese, über die Zeit, jedoch meist durch das Immunsystem wieder repariert und es kommt zu einer Überkompensation. Dennoch sind Sportler oft krank. Hier geht das „Open- Window“ Phänomen um. Durch intensive Belastung wird also das Stresshormon Cortisol vermehrt ausgeschüttet, und das Immunsystem wird erst einmal geschwächt. Das Fenster steht dann für alle Angreifer offen. Dies gilt als einer der Nachteile von sog. Aerobem Training.I Adaptogene sind die natürlichen Anti-Stressoren. Sie erlauben negative Stresswirkungen zu verhindern oder zu verringern. Andererseits stellen sie mehr Energie für körperliche Aktivität zur Verfügung. Sie heben das Niveau, in dem Stress dem Körper und dem emotionalen Wohlbefinden Schaden zufügt. Das Energieniveau steigt somit ohne körperliche Schäden anzurichten

Interessanterweise unterscheiden sich manche Tiere, die von Menschen zum Sport angehalten werden, etwa Pferde, durch die eintretenden Folgen nicht von Menschen. Die Autorin Christine King empfiehlt, den Pferden Adaptogene in ihre Nahrung zu mischen. ii

Im Pferdesport scheint Doping fast Normalität zu sein. Die Kontrollen werden verschärft. iii Scheichs aus Arabien, etwa Dubai, sind aktiv im Rennsport tätig. Sie geben ihren Pferden die gleichen Dopingsubstanzen, die auch viele Sportler einnehmen. „Die im Training zugeführten Mittel sind pharmazeutische Bomben“, äußert ein im Pferderennsport tätiger Veterinär. Die Mittel haben toxische Wirkungen und schädigen die Gesundheit der Pferde. Die französische Zeitung Le Monde hat ausführlich die Dopingpraxis im Rennsport der Pferde dargestellt. Pferde sterben im Ausdauertraining. iv

„Wenn es etwas gibt, das jeder Athlet seinem Arsenal hinzufügen sollte, wären es Adaptogene von Pflanzen und Pilzen“.

Diese Meinung vertritt Alex Swanson in seinem Text: „Adaptogene: Die Geheimwaffe für Athleten“. v Was Swanson schreibt, ist nicht ungewöhnlich, eigentlich die herrschende Meinung unter Forschern über Adaptogene. Swanson zielt jedoch auf Leser, für die Adaptogene etwas Neues sind. Man vergleiche auch die ähnlichen Ausführungen bei Relias.vi Weitere Berichte ließen sich anführen.

Wie begründet Swanson seine Sichtweise? „Was Menschen im Sport außerordentliche Leistungen vollbringen lässt ist überlegene Arbeitsethik und Antrieb, konsistente Leistung, Gesundheit, Fokus und Konzentration und Selbstbeherrschung unter Stressreichen Bedingungen.Was wäre, wenn es etwas gäbe, das den Antrieb erhöht, die Emotionen stabilisiert und die physische Leistung steigert?

Interessant ist: auch für Pferde nutzbare Adaptogene wurden früher, oft vor den Menschen, bereits von Tieren genutzt. Cordyceps aus Tibet wurde von den dortigen Yaks gefressen. Die bedeutendste Wirkung der Adaptogene besteht darin, den Organismus in einer positiven körperlichen Energiebilanz zu behalten. Bei Tieren besteht kein Unterschied. Tiere die ihren Körper also massiv anstrengen, können sich über höhere Energie freuen und andererseits die Müdigkeit des Körpers rascher abbauen, also länger aktiv bleiben. Dazu trägt bei, daß die genannten drei Pilze starke Wirkungen auf das Immunsystem aufweisen. Sie wehren also „Feinde“ des Körpers ab.

Cordyceps (Cordyceps sinensis)

In Tibet und China wurde Cordyceps seit langer Zeit für die körperliche Ertüchtigung geschätzt. Wer wie die Sherpas im Himalaya unterwegs war, verstärkte seine körperlichen Funktionen mit Cordyceps. Die Erfolge chinesischer Sportler in den vergangenen Jahren haben die Frage aufgeworfen: wurde hier gedopt? Die Antwort: keine der herkömmlichen Dopingsubstanzen wurde bei den Sportlern gefunden, die überdurchschnittliche Leistungen erbrachten. Ihre Trainer gaben eine andere Antwort: Cordyceps. Zunehmend wird dies durch wissenschaftliche Untersuchungen belegt (etwas Chen u.a.; Yan u.a.). Wer nicht bei gutem Wohlbefinden ist, dem würde Cordyceps noch mehr helfen können.

Eine andere Untersuchung geht der Frage nach, wie Cordyceps das Leistungsvermögen beim Schwimmen beeinflußt (Yan u.a.). Das Schwimmvermögen wurde wesentlich gesteigert, unter anderem, weil der durch hohe körperliche Belastung erzeugte oxidative Stress durch Cordyceps normalisiert wurde – eine adaptogene Eigenschaft der Wiedergewinnung bzw. des Erhalts des körperlichen Gleichgewichts (Homöostase).

Durch diese Erfolge wurden auch Pferdesportler auf Cordyceps und andere Vitalpilze aufmerksam. Der Auslöser war das Kentucky Derby aus dem Jahr 2007. Dem Gewinner wurde Cordyceps verabreicht. Auch Agaricus Blazei war dabei.

Interessant die Aussage eines Pilzforschers, der den Trainer der Kentuckygewinner befragt hat. Er sagt: Die Pferde haben sich durch Cordyceps grundlegend verändert, wurden nicht mehr so schnell abgelenkt im Training. Das folgende Zitat entnehmen wir Mercola.com, der die meist besuchte Website zu Naturprodukten für die Gesundheit unterhält und im zitierten Beitrag einen guten Überblick über die Wirkkraft von Pilzen gibt.

Nach Auskunft des Trainers: Die Energiekomponente der Pilze war der erste Faktor für den Erfolg.

Der zweite die Auswirkung auf die Psyche des Pferdes. Interestingly enough, part of that was the performance energy component… another part of it was basically a behavioral aspect. It was totally unexpected on our part. The trainer said that [when the horse was] given this blend of mushroom… it was [like] a different horse… racehorses tend to be very fidgety and very high strung and they can be distracted. It's very difficult to focus their attention. They said once they started along this regimen of a daily dose of this mycelial blend of mushrooms, its trainability and focus [improved]; it was a different animal.

Gefahr von Nebenwirkungen?

Bei Doping sind Nebenwirkungen die Regel. Bei Adaptogenen die große Ausnahme: Wenn die den Tieren ihrer Ernähung beigefügte Menge von Cordyceps im normalen Bereich bleibt, sind die Pilze ohne Nebenwirkungen (etwa Yance: „vollständig sicher“ zu Cordyceps, Winston & Maimes, höchste Sicherheitsstufe).

Reishi (Ganoderma lucidum)

Reishi ist eine der am längsten von Menschen genutzten Pilze, in der chinesischen Medizin seit über 2000 Jahren angewendet.
Die Wirkungsfelder (bei Yance sind 17 genannt) überschneiden sich mit denen von Cordyceps. In einer Untersuchung des italienischen Forschers Paola Rossi und Kollegen wurden Reishi und Cordyceps Athleten für drei Monate verabreicht. Ziel war herauszufinden, wie Athlethen Müdigkeit und unterdurchschnittliches Leistungsvermögen überwinden konnten. Wie sie herausfanden, könnten die Pilze Athleten gegen die Folgen einer übermäßige Anstrengung des Körpers und Übertraining schützen. Körperlicher Stress, der als oxidativer Stress vor allemdie Zellen belastet, wurde eingeschränkt.vii

Agaricus Blazei (Agaricus Blazei murill)

Ein Pilz, ursprünglich aus dem brasilianischen Regenwald stammend. Aufgrund seiner vielfältigen Wirkungen entschieden sich japanische Forscher den Pilz nach Japan zu bringen. Er wird seither in Japan kultiviert. Die frühe Forschung unternahmen Japaner. Von Japan aus wanderte der Pilz dann nach China. Die neuere Forschung kommt daher auch weitgehend aus China. In Japan ist Agaricus bis heute ungewöhnlich populär und wird ohne Einschränkungen angeboten. Kaum zu glauben: Jedes Jahr werden in Japan zwischen 100.000 bis 300.000 kg von Agaricus produziert. Bis zu einer halben Million Japaner nehmen sogar dreimal am Tag 3-5 Gramm Agaricus ein (Wang u.a., 2013). Ein berühmter früher Nutzer von Agaricus war US-Präsident Ronald Regan.

Die Hauptwirkung wird auf den Wirkstoff Beta Glucan zurückgeführt (auch in Reishi verfügbar), ein sog. Mehrfachzucker (Polysaccharid). Der hohe Anteil gibt dem Pilz die höchste bisher ermittelte Kraft – bisher ohne jegliche Nebenwirkungen. Von allen Vitalpilzen verfügt Agaricus über den höchsten natürlichen Anteil von Polysacchariden. Die hohe Wirkkraft wird dabei auf einen Typ von Polysacchariden zurückgeführt, den man Beta-Glukan nennt, der wiederum in mehreren Sorten im Pilz verfügbar ist (Wang u.a.; Gesellschaft für Vitalpilze; Powell). Dies ist die eigentliche Spezialität von Agaricus. Betaglukan wird von einigen Anbietern zu den zehn bedeutendsten Nahrungsergänzungsmitteln gezählt.

Literatur:

I. Charles Poliquin, Die (vielen) Nachteile von Aerobem Training.

II. Christine King, Christine (2006): The healthy horse. Stress, performance, and adaptogenic herbs, 2006.

III. Christian Buß, Die 40-Jährigen: "Sklaven der Work-Life-Balance", Spiegel Online, 6.10. 2014.

IV. Simon Roger, Hippisme: Il y a quelque chose de pourri au royaume des pur-sang [Pferdesport: Es ist etwas faul im Reich der Vollblüter], Le Monde, Sport & Forme, 5. Oktober2013, S. 4-5.

V. Alex Swanson, Adaptogens: The secret weapon for athletes, Paleoedge, 8. März, 2013.

VI. Dr. Wissink, Dr. Lamoreau, and Dr. Schneider (2018): Can Herbs Improve Endurance? Adaptogens and Athletic Performance.

VII. Improving Training Condition Assessment in Endurance Cyclists: Effects of Ganoderma lucidum and Ophiocordyceps sinensis Dietary Supplementation, Evidence-based Complementary and Alternative Medicine 04/2014; 2014:979613.

 

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Disclaimer: Bei den hier besprochenen Produkten handelt es sich nicht um pharmakologisch wirkende Arzneimittel, sondern um ernährungsphysiologisch wirkende Nahrungsergänzungsmittel. Deren Wirksamkeit wird von der Schulmedizin nicht anerkannt, da es hierfür an placebo-kontrollierten klinischen Studien fehlt. Jegliche Haftung, insbesondere für eventuelle Schäden oder Konsequenzen, die durch die Nutzung der hier angebotenen Informationen entstehen, sind ausgeschlossen. Die hier dargestellten Produkte und Informationen dienen nicht dazu, eine Krankheit zu behandeln, zu heilen, zu Diagnostizieren oder zu verhindern. Die Information dient nicht zur Behandlung von Erkrankungen. Wer Arzneien einnimmt, sollte vor der Einnahme jeglicher Nahrungsergänzungsmittel seinen Arzt oder Heilpraktiker zu Rate ziehen.

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