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Goji

Fragen und Antworten zu Goji


Wir können hier nur allgemeine Hinweise auf die gesundheitsfördernden Eigenschaften ohne jeglichen Bezug auf eine Krankheit geben. Dies verlangt der Gesetzgeber. Sie müssen sich also selbst informieren.


Kurzportrait von Goji

Goji oder Lycium chinensis (L. Barbarum) oder Wolfsbeere ist ein sommergrüner Strauch. Er wird zwei bis vier Meter hoch. Seine roten Früchte machen Lycium seit altersher zu einer begehrten Pflanze. In China, Tibet, Korea und Japan seit altersher in Küche und medizinisch begehrt, hat Goji im Westen seit einigen Jahren an Popularität gewonnen. Erstmals wird Lycium in dem Text Shennong Bencao Jing (ca 100 A.D.) erwähnt, ihr wissenschaftlicher Durchbruch erfolgt am Ende der Ming Dynastie (1368–1644).

Zur Herkunft von Goji

Die Gojifrucht ist in Ostasien geachtet für seine Eigenschaften, Jugendfrische zu erhalten und die Gesundheit zu fördern. Goji ist Bestandteil in der Pflanzenmedizin Chinas. Es verfügt über adaptogene Eigenschaften. Winston & Maimes listen die Plfanze als eine der wenigen Adaptogene. In den vergangenen Jahren wurde Lycium im Westen als Superheilpflanze vermarktet, was ihrer gesundheitlichen Anerkennung bei Fachleuten mehr geschadet als genutzt hat. Bei allen Vorzügen der Pflanze hat Goji nichts, was sie von anderen Adaptogenen grundsätzlich unterscheiden würde. Wie wir zeigen, besitzt Goji jedoch spezielle Eigenschaften, wie andere Adaptogene auch, die sie alleine oder in Verbindung mit anderen Adaptogenen zu einer Bereicherung für alle Menschen macht, die einer gesunden Lebensweise eine hohe Wertschätzung entgegenbringen. Für Hype sehen wir keinen Anlass.


Die Früchte werden im Sommer und Herbst geerntet. Sie sind die Quelle von Fruchtsäften, Extrakten und Pulver.

Warum ist Goji so populär?

Ist zunächst eine Sache des Marketing. Lycium ist unter dem Namen Goji nahezu zu einem Selbstläufer geworden. Dies war ein Grund, warum wir bei Teepower zögerlich waren. Die Information breitet sich jedoch aus, wir haben Anfragen von unseren Kunden, zudem ein Produkt verfügbar, zu dessen Preis-Leistungsverhältnis der Leser sich selbst zu informieren vermag.

Ein amerikanischer Anbieter hat folgendes zu sagen:
„Amerikaner und Europäer entdecken, was in Asien seit 5000 Jahren bekannt ist. Goji regelmäßig zu essen hilft Dir, Dich besser zu fühlen, auszusehen, mehr zu leisten. Goji ist kein Placebo oder ein Modekraut. Millarden von Menschen haben es während Tausenden von Jahren verwendet. Hunderte von Studien bestätigen seinen überlieferten Gebrauch mehr und mehr. Goji ist anti-aging, gesunderhaltend, ein Leben gebendes Wunder“. US-Marketing. Greift um sich. Man lese, wie Ron Teaguarden sein Goji anpreist. Es gibt fast Nichts, für das Goji nicht wirken soll. Gehirn, Augen, Lunge, Magen, Leber, Nieren, Blut.


Über welche Wirkstoffe verfügt Lycium?

Wir alle haben den Wunsch gesund zu bleiben. Dafür gibt es zwei Methoden: Wir warten bis wir krank sind, dann nehmen wir Medikamente, manchmal auch pflanzlicher Herkunft oder wir lassen uns behandeln. Nebenwirkungen gehören dazu. Der andere Weg: Energie und Funktionen der Körperorgane steigern und erhalten. Dies ist die Hauptfunktion von Heilkräutern wie Lycium. Vorbeugung. Erhaltung der Gesundheit. Wenn es Probleme gibt, wirken Adaptogene wie Goji, ohne das wir etwas unternehmen müssen – vorausgesetzt, wir haben die Wirkstoffe der Adaptogene im Körper. Der Hauptbestandteil der Goji-Beere sind sogenannte Polysaccharide. In der Beere und den Gojisäften sind sie nur relativ schwach enthalten, ca. 4-5 Prozent. In den Extrakten lassen sie sich bis zu 50 Prozent finden. Jeder Anbieter sagt im übrigen: in seinem Extrakt ist die optimale Menge, wie hoch sie auch sein mag.

Was und wie leisten Polysaccharide?

Polysaccharide gehören zur Gruppe der Kohlenhydrate. Sie sind Vielfachzucker. Sie sind Energiequellen des Körpers. Sie versorgen Gehirn, Muskeln etc. mit der nötigen Energie, damit sie funktionieren können. Polysaccharide liefern dem Körper einschließlich des Gehirns Kraft. Sie sind wie Treibstoff für das Auto. Polysaccharide in Heilpflanzen/pilzen leisten neben der Energiezufuhr (man nennt sie daher auch qi/Energie-Tonikum) aber noch mehr. Sie stimulieren das Immunsystem. Sie unterstützen ein gesundes Immunsystem und fördern die Immunität des Menschen. Sie erlauben den Zellen mit dem Immunsystem zu kommunizieren. Polysaccharide finden wir auch in anderen Adaptogenen, so in Astragalus und Reishi.
Neben Polysaccharides findet sich in den Gojibeeren 18 Aminosäuren (Bausteine der Eiweißkörper), die Vitamine B1, B2, B6, Betakarotin, Vitamin C, Mineralstoffe wie Calcium, organisches Germanium, Selenium, Zink, Phospor, Eisen. Es macht einen großen Unterschied, ob man ein Multivitaminpräparat einnimmt, oder ein Naturprodukt, in dem die gleichen und mehr Wirkstoffe sich über Millionen Jahre in synergetischer Beziehung entwickelt haben.



Welche Wirkungen hat Goji?

Zunächst wirkt Lycium, obwohl seine Wirkstoffe verschieden sind, wie andere Adaptogene auch. Ein großer Teil der Probleme, mit denen wir uns tagtäglich herumsschlagen müssen, verdanken wir Stress, vor alllem zu viel und zu lange anhaltend. Adaptogene verfügen über ein breites Spektrum von Wirkstoffen um mit Stress und seinen Folgen umzugehen. Goji erhöht unser Energieniveau, passt unseren Körper an Stress an. Lycium erhöht unsere Ausdauer und Vitalität. Die Funktionsweise unserer Organe einschließlich des Gehirns und Nervensystems wird harmonisiert.

Wie macht Goji das? Das Immunsystem und das Nervensystem werden gestärkt und freie Radikale in ihre Schranken verwiesen (Amagase u.a). Da mit dem Altern die Funktionskraft der Organe nachlässt – und bei Stress ist das ist keine Angelegenheit von „Senioren“ alleine. Das Immunsystem, und Nervensystem und Gehirn erleidet Einbußen in seinem normalen Arbeiten. Das sind im übrigen keine „chronischen Leiden“, vielmehr Vorgänge, die notwendig mit dem Altern, welches früh im Leben anfängt, in Beziehung stehen. Ein Adaptogen wie Goji vermag, wenn wir den bisher vorliegenden Erkenntnissen und dem reichen Erfahrungsschatz vertrauen, die gesunde Lebensspanne auszuweiten, besitzt also Anti-Aging-Wirkungen. In China und anderen ostasiatischen Ländern wird Lycium daher als „Tonikum“ für geschwächte und ältere Menschen geschätzt. Diese Wirkungen von Goji sind beschrieben bei Winston & Maines, Dharmananda,Teaguarden, sowie Ho und Kollegen).
Darüber hinaus hat Lycium spezifische Wirkungen. Diese werden werden seit altersher für Niere und Leber behauptet, neuerdings auch für die Herzgesundheit. Wer Angst vor Übergewicht und seinen Folgen hat, sollte Lycium im Auge haben. Besonders hervorgehoben wird Goji, wenn es um die Erhaltung der Sehkraft geht. Die wissenschaftlichen Belege dafür sind verfügbar (wir dürfen aus rechtlichen Gründen nur wenige anführen.).

Jüngere Forschungen an der Universität von Hongkong konnten eine Verzögerung der Gehirnalterung bei Einnahme von Goji nachweisen (Yu u.a., 2007; ausführliche Ho u.a.). Ho u.a. stellen das Gleiche im übrigen für Panax Ginseng fest.





Welches Goji oder Lycium gibt es bei Teepower?

Die Herausforderung besteht darin, aus dem Naturprodukt Beere eine für den täglichen Konsum geeignete Wirkstoffkombination zu machen, welche dem Naturprodukt möglichst nahe kommt. Die Extrakte enthalten überwiegend oder nur Polysaccharide.
Wir können die Früchte des Strauches Lycium genießen. Aus den Früchten lassen sich Säfte herstellen. Die Früchte und Säfte dienen auch dazu, Pulver und Extrakte zu gewinnen.
Extrakte und damit Polysaccharide stellen das übliche Angebot dar. Darüber hinaus gibt es Beeren und gelegentlich Säfte von Gojibeeren, oft in Kombinationen mit anderen Fruchtsäften. Pulver haben wir nicht gefunden. Wie oben dargestellt, befinden sich im Pulver alle Wirkstoffe, der Gehalt an Polysacchariden ist jedoch gering, 4-5 Prozent. Dafür sind im Pulver viele andere Wirkstoffe. Die Pulverkomponente ist wichtig. Polysaccharide sind ein wichtiger Wirkstoff. Aber nicht der einzige. Wie wir im Artikel zu den Adaptogenen erläutern, wirken Adaptogene einerseits aufgrund einzelner Wirkstoffe, aber auch weil viele Wirkstoffe zusammenwirken. „... man muß immer berücksichtigen (schreiben Ho und andere in einem grundlegenden Beitrag zu Anti-aging Heilpflanzen), daß die ganzheitlichen und mehrfunktionalen Wirkungen von Anti-Aging-Heilkräutern die einzigartigen Eigenschaften darstellen, welche sie von der konventionellen Medizin unterscheiden.“. Es sind auch diese Unterschiede – einzelne Wirkstoffe, Zusammenwirken vieler Wirkstoffe - , welche ihre präventive Wirkung ausmachen und dafür verantwortlich sind, dass es sich um Nahrungsergänzungsmittel im wörtlichen Sinne und nicht um Arzneien handelt. Ho und Kollegen von der Universität Hong Kong schreiben in ihrem Aufsatz des Weiteren speziell zu Goji und anderen Adaptogenen (sie erläutern ausführlich auch Ginseng): „Die traditionellen Anti-aging Wirkungen der Wolfsbeere könnten aus den verbundenen Wirkungen aller ihrer Wirkstoffe herrühren.“

Goji kann man, im Gegensatz zu den anderen Adaptogenen, als Beeren überall kaufen. Dies war für uns der Grund, Goji trotz seiner adaptogenen Wirkkraft, nicht in unser Angebot aufzunehmen. Es dauerte eine Weile, bis wir jemanden fanden, der in der Lage waren, aus den Beeren ein Produkt zu machen, welches einerseits eine hohe Wirkkraft besitzt, andererseits sich zu Preisen anbieten läßt, welche der Normalmensch auch bezahlen kann. Adaptogene sind solche wertvollen Helfer für die Gesundheit des Menschen, daß jeder sie sich leisten können muß. Was wir anbieten, sind daher keine Beeren und kein Gojisaft, vielmehr eine Kombination von Extrakten und Pulver im Verhältnis 2:1 aus den Beeren.
Das Lycium von Teepower kombiniert Extrakt und Pulver. Der Extrakt besteht aus Polyssachariden (42 Prozent).

In einer Kapsel des Goji von Teepower von 600 mg befinden sich: 400 mg Extrakte und 200 mg Pulver. Das Pulver hat jedoch eine Besonderheit. Es wird nicht nur aus dem Saft der Beere gewonnen. Der verwendete tiefgefronene Gojisaft ist vielmehr hochkonzentriert. Gojisaft wird in einem Kalt-Extraktionsverfahren erzeugt und aus dem Saft dann in einem Spezialverfahren das Pulver erzeugt. Sämtliche Wirkstoffe sind enthalten, aber in einer sehr viel höherer Konzentration als im Saft selbst. Ein Kilogramm Pulver entspricht 10 kg Saft. Im Pulver von 200 mg befinden sich somit 200 mg mal 10 = 2000 mg (zwei Gramm) Wirkstoffe des Gojisaftes, aus welchem das Pulver gewonnen wurde.

Als Ergebnis erhält der Käufer, der 120 Kapseln zu 600 mg erwirbt, einen Gegenwert von 720-750 Gramm Beeren (je nachdem, was in den gekauften Beeren enthalten ist). Dazu kommt der höhere Gehalt an Polysacchariden aus dem Extrakt von 400 mg je Kapsel. Die Kombination Pulver (200 mg) und Extrakt (400 mg) gibt uns somit eine Fülle von Wirkstoffen, die weder im Pulver oder Saft, aus dem Pulver gewonnen wird, noch im Extrakt alleine verfügbar ist.

Wir empfehlen, dem Ratschlag von Dharmananda vom Institute for Traditional Medicine, Portland, Oregon folgend, eine tägliche Menge von Goji, die einem Verzehr von 10 bis 20 Gramm der Beeren entspricht. 720 Gramm Beeren reichen damit für 72 bis 36 Tage.
Dies entspricht einem Verzehr von 2 – 3 Kapseln pro Tag. Die oben angebene Menge von Beeren entspricht im übrigen genau derjenigen, welche Li Ching Yuen, ein (angeblich) 197 Jahre alt gewordener Chinese, der im Jahr 1933 starb, täglich ass und Mitmenschen, die lange gesund leben wollten, empfahl. Neben Goji nahm er täglich auch He shou wu (Fo-ti) und Ginseng ein. Die drei Heilpflanzen haben wir in einem Produkt zusammengefügt: „Adapt 197 Li Qing Yuen“ (Mehr zu Herrn Li in Fragen und Antworten zu Fo-ti).


Literatur

Bisher wurden 243 wissenschaftliche Artikel über Lycium barbarum (Goji) in englischer Sprache veröffentlicht. Ein Großteil der Veröffentlichungen erfolgt jedoch in chinesischer und japanischer Sprache, da Lycium dort in der traditionellen Heilkunde eine wichtige Rolle spielt.

H. Amagase, B. Sun & C. Borek, Lycium barbarum (goji) juice improves in vivo antioxidant biomarkers in serum of healthy adults, Nutr Res., Januar 2009, S. 19-25.
R.C. Chang & K.F. So, Use of anti-aging Lycim barbarum. What do we know so far? Cell Mol Neurobiol. Band 28, August 2008, S. 643-652.
Jing L, Cui G, Feng Q, Xiao Y , Evaluation of hypoglycemic activity of the polysaccharides extracted from Lycium barbarum, Afr J Tradit Complement Altern Med. 2009, Band 6(4), S. 579-84.
Subhuti Dharmananda, Lycium fruit, Institute for Traditional Medicine, 2007.
Yuen-Shan Ho und andere, Anti-aging herbal medicine – How and why they can be used, Aging Research Reviews, Band 9, 2010, S. 354-362.
Potterat, O., Goji (lyceum barbarum und L. Chinensis): Phytochemistry, pharmacology and safety in the perspective of traditional uses and recent popularity, Planta Medica, Band 76, Januar 2010, S. 7-19.
Ron Teaguarden, Asia’s Magical Anti-aging Fruit, Dragon Herbs, www.dragon.herbs
David Winston & Steven Maimes, Adaptogens for strength, stamina and stress relief, 2007, Rochester: Healing Arts Press.
Wikipedia, in deutscher und englischer Fassung, informiert über Goji, aber nicht auf dem Stand der Wissenschaft.
H.T. Wu, Chemical characterization of lyceum barbarum polysaccharides and its inhibition against liver oxidative injury, Int J.Biol Macromol., Juni 2010, S. 540-543.
Yu MS, et.al., Characterization of the effects of Fructus lycii on beta-amyloid peptide neurotoxicity, International Journal of Molecular Medicine 2007; 20(2): 261–268
R. Zhang u.a. , Cytoprotective effect of the fruits of lyceum Chinensis Miller against oxidative stress –induced hepatoxidity, Journal Ethnopharmacol, Juli 2010, S. 299-306.

Hinweise und Haftungsausschluß:

Alle Angaben ohne Gewähr. Jegliche Verwendung über den privaten Gebrauch hinaus bitte nur mit Genehmigung von Teepower. Dies schließt die Abbildungen ein. Jegliche Haftung, insbesondere für eventuelle Schäden oder Konsequenzen, die durch die Nutzung des angebotenen Wissensstoffes entstehen, sind ausgeschlossen. Wir übernehmen keine Haftung für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hier zur Verfügung gestellten Informationen. Agaricus ist ein Nahrungsergänzungsmittel. Es dient weder der Prävention und Diagnose, noch der Therapie von Krankheiten. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise.


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