Warenkorb 0 Teile | Total 0,00 €

Fo-Ti (He Shou Wu)



Fragen und Anworten zu Fo-Ti (He Shou Wu)


Stand: April 2015





Kunstportrait der Fo-Ti (He Shou Wu), botanisch: Polygonum multiflorum - Pflanze


1. Was ist Fo-Ti oder oder He Shou Wu?

Fo-Ti hat unterschiedliche Namen. Fo-Ti hat sich als Name eingebürgert, korrekt sollte eigentlich entweder von He Shou Wu (chinesischer Name) oder Polygonum multiflorum (botanisch) gesprochen werden. Wir selbst verwenden alle drei Namen im Austausch.

Fo-Ti ist eine Kletterpflanze. Sie kann bis zu bis vier Meter hoch wachsen. Verwendung finden vor allem die Wurzeln. Aus ihnen wird der Extrakt gewonnen, Aber auch die Blätter enthalten viele Inhaltsstoffe.


Fo-Ti wird in Ostasien angebaut, vor allem in den Bergregionen von Zentral- und Südchina, aber auch in Japan, Korea, Taiwan und Vietnam. Die Pflanze wurde im 8. und 9. Jahrhundert in China botanisch registriert. Der heute in China durchgängig verwendete Name "He Shou Wu" geht auf die Erfahrung eines Mannes mit Namen He (Ho) zurück. Er war 58 Jahre alt und bekam keine Kinder. Ein Mönch empfahl ihm, Jiaoteng (so hiess damals die Pflanze) einzunehmen. Heilpflanzen gelten in der chinesischen Tradition als konzentrierte Nahrung. Er folgte dem Rat, wurde Vater von vielen Kindern, seine schon grauen Kopfhaare (shou = Kopf) wurden wieder schwarz (wu), seine Sehkraft verbesserte sich und sein Körper verjüngte. Er soll 130 Jahre (nach anderen Quellen 160) alt geworden sein. He Shou Wu heisst also: „He Kopf schwarz“, „Mann mit den schwarzen Haaren“. So die Legende. Dharmananda stellt die Entdeckung und Nutzung von He Shou Wu ausführlich dar.


In Ostasien nahmen und nehmen Millionen von Menschen täglich He Shou Wu. Für sie ist Fo-Ti ein Teil der täglichen Ernährung.


2. Was sind die Inhaltsstoffe von Fo-Ti?

Sehr vielfältig und reichhaltig: Rao u.a. nennen: Emotion, Phsyscion, Noreugenin, Apigenin usf. Stilibene, Polyphenole (nicht erschöpfend, siehe auch Dong, Teeguarden, Yance). Die Vielfalt der Inhaltsstoffe und ihr Zusammenwirken in He Shou Wu ist auch für die Bekanntheit der Pflanze verantwortlich. Wer Fo-Ti mit Wirkstoffkomplexen anderer Adaptogene verbindet, erzeugt zudem eine noch stärkere Wirkung, nämlich eine synergetische Wirkung. Synergie bedeudet das Zusammenwirken verschiedener Faktoren: Die Gesamtwirkung von A (Fo-Ti) und B (Rhodiola) ist größer als die Gesamtwirkung der jeweiligen Inhaltsstoffe der einzelnen Heilkräuter. Die Gesamtwirkung ist größer als die Summe seiner Teile.


Jüngere Forschungen haben nachgewiesen: He Shou Wu enthält den Inhaltsstoff TSG, ein Glykosid, ähnlich Resveratrol (aus roten Weintrauben gewonnen).

Teeguarden behauptet, die bei He Shou Wu nachgewiesen Moleküle hätten mehr Kraft als Resveratrol, ein Wirkstoff, den Pharmafirmen wie die von Sinclair unter großem Aufwand in stärkerer Wirkungskraft herzustellen hoffen, unter anderem um mit den Herausforderungen des Übergewichts besser fertig zu werden. Wie Michael Rae, Ko-Autor mit Aubrey de Grey des grundlegenden Anti-Aging Buches „Niemals alt“ jedoch zeigt, sind die Chancen, daß es ihnen gelingen könnte, dafür mager.




Wurzel der He Shou Wu Pflanze


3. Von Mengen und Produkten



Welche Mengen von Fo-Ti sind zu empfehlen?


Die Zugabe der Pflanzenstoffe des Fo-Ti in die tägliche Nahrung wird von uns empfohlen. Asiaten tun dies schon lange. Auch gut in Tee einzumischen. Schmeckt auch gut mit Kaffee, da ganz leicht süßlich. In China wird He Shou Wu oft zusammen mit Astragalus eingenommen.


450 Milligramm bis 3 Gramm Extrakt pro Tag. Zu Fo-Ti gibt es eine Menge von Angeboten von Pulver bis zu 25:1 Extrakt. Unsere Verzehrungsempfehlung bezieht sich immer auf unser Extrakt Verhältnis. Grundsätzlich gilt: mit geringen Mengen anfangen.


Unsere Verzehrungsempfehlung beträgt 1100 Milligramm am Tag.


Welche Fo-Ti-Produke bietet Adaptogenics seinen Kunden?



  • Wir bieten derzeit einen Extrakt an

  • Der Extrakt enthält die Wirkstoffe der Wurzel in konzentrierter Form

  • Das heißt: aus 10 kg des Wurzelpulvers werden 1 kg des Extraktes gewonnen


Aufgrund der besonderen Eigenschaften von Adaptogenen werden bei der Vermarktung von Pflanzenprodukten zunehmend Pflanzen und Pilze mit Adaptogenen Eigenschaften ausgestattet, die nach den Kriterien der Wissenschaft keine solchen besitzen.


Welche Nebenwirkungen sind zu beachten, für wen ist Vorsicht angebracht?


Fo-Ti läßt sich auch auf lange Sicht einnehmen, wenn man bei den empfohlenen Mengen bleibt. Da Fo-Ti wie andere Adaptogene möglicherweise das Immunsystem stimuliert, sollte man es nicht nehmen, wenn man gleichzeitig Medikamente einnimmt, welche das Immunsystem schwächen sollen.

Schwangere und stillende Frauen sollten Fo-Ti wie andere Adaptogene nicht zu sich nehmen. Wenn eine größere Operation ansteht, sollte die Einnahme abgesetzt (Vorsichtmotiv) und die Ärzte informiert werden. Auch als Krebspatient sollte vor der Einnahme ein Arzt konsultiert werden.


4. Was lernen wir von Li Qing Yuen?

An dieser Stelle eine kleine Geschichte über einen in China berühmten Freund des He Shou Wu, den Chinesen Li Qing Yuen (auch Li Ching Yuen; siehe Abbildung, Quelle Dharmawanda), der 1930 gestorben sein soll, in extrem hohen Alter, weit über 100 Jahre (im Guinnessbuch der Rekorde als Li Chung-yun und Li Zhongyun aufgeführt.). Die New York Times berichtet über seinen Tod in einem Artikel vom 6. Mai 1933 und gibt sein Alter mit 197 Jahren an. Auch bei Wikipedia ist ein Eintrag zu finden. Ihm wurde von einem Weisen empfohlen, täglich He Shou Wu und Ginseng einzunehmen. Li selbst lebte von (Heil)Pflanzen, damals kannte man diese noch nicht als solche, sie waren normale Nahrung, gelegentlich Fisch und ganz selten auch Fleisch. Neben Ginseng und He Shou Wu isst er die Beeren von Gou Qi Zi (bei uns Goji, auch Wolfsbeere, botanisch Lycium chinensis, genannt). Wie und was er isst, liegt nahe an der sog. Altsteinzeitdiät.


Sein Rat für Mitmenschen, die lange gesund leben wollen, von ihm selbst praktiziert (nachzulesen bei Dharmawanda und Teeguarden). Was er sagt, sagen, auf ähnliche Weise, auch moderne Erkenntnisse zu gesundem Leben und der Ausweitung unserer gesunden Lebensspanne. Wer lebt wie Li Qing, wird lange gesund leben, auch heute. Es ist auch nicht schwierig zu machen.


1.

Gehe wie eine Taube, schnell gehen, in jedem Alter. Wir sehen oft Leute am Strand und sonst wo, sie gehen als ob sie schlafen, wie in Zeitlupe, fast wie eine Schildkröte, oder wie der geschundene Clint Eastwood in einem Italowestern, der sich zu Fuß und ohne Wasser tagelang durch eine amerikanische Wüste quälen muss; ein anderer Name: speed walking, in China seit ewig praktiziert, nun auch bei uns; gut kombinierbar mit Nordic walking. Heute ist schnelles Gehen bis in ein hohes Alter als eine der wirksamsten Methoden der Vorbeugung von Alterskrankheiten wissenschaftlich anerkannt. Bewegung ist die beste Medizin. Und Sesshaftigkeit ist ein Feind unserer Gesundheit. Nach circa 15 Minuten kurz aufstehen und ein paar Schritte gehen.


2.

Schlafe wie ein Hund, bezieht sich auf die Fähigkeit, schnell einzuschlafen, wo immer sich die Gelegenheit dafür ergibt; Hunde werden aber auch schnell wach und sind sofort voll da. Wenn ein Hund schläft, atmet er tief, durch den Bauch (Bauchatmung, nicht Brustatmung; lässt sich leicht lernen). Tiefer Schlaf in Verbindung mit tiefer (Bauch-) Atmung gibt dem Körper jeden Tag neue Kraft und erhält die Vitalität der Körperzellen. Um die Vorteile des Schlafens wie ein Hund, nicht zuletzt für die Gesundheit des Herzens, zu erhalten, sollte man vor dem Schlafengehen fünf bis fünfzehn Minuten durch den Bauch einatmen. (Viele Quellen dazu im Internet: Bauchatmung).




Li Quing Yuen, eine Ginsengwurzel haltend (Quelle: Wikipedia)


3.

Sitze wie eine Schildkröte; bezieht sich auf die Fähigkeit, ruhig zu sitzen und langsam und ruhig zu atmen. (In Japan gelten Schildkröten als Symbole eines langen Lebens). Dieses Sitzen lernt man am besten durch Meditation. Stilles Sitzen in Verbindung mit langsamem Atmen vermag hohen Blutdruck zu verringern. Es wirkt gegen den Stress des Berufsalltags mit seinen vielen Sorgen und seiner Ablenkung von konzentrierter Arbeit. Wir ergänzen: langes Sitzen ist nicht gesund. Es widerspricht dem, was uns die Evolution vor vielen Jahren an körperlicher Robustheit geschenkt hat. Öfters aufstehen, sich bewegen. Die Forschung sagt uns: Sesshaftigkeit lässt sich nicht durch Bewegung kompensieren, sei es normales Gehen, sei es ein Marathon, sei es Gewichte heben usw. (Chau u.a., 2013; Wilmot, 2012).


Unsere wichtigste Aussage hat der chinesische Philosoph Zhuangzi vor über 2000 Jahren ausgesprochen (wir sehen ihn in Begleitung seines Tigers).




Ein Weg kommt zustande, in dem man ihn geht.


5. Literaturverzeichnis: Wissenschaftliche Veröffentlichungen sind reichhaltig verfügbar. Die Standardwerke zu Adaptogenen (Winston & Maimes sowie Yance) stellen Fo-Ti ausführlich vor. Alle in Fragen und Antworten gemachten Ausführungen sind wissenschaftlich belegt. Dies schließt neue wissenschaftliche Methoden wie die Auswertung der Erfahrungen ein.


-----------------------------------------------------------------

Chau JY, Grunzet AC, Chey T, Stamatakis E, Brown WJ, et al. (2013), Daily Sitting Time and All-Cause Mortality: A Meta-Analysis. PLoS ONE 8(11): e80000. doi:10.1371/journal.pone.0080000


Subhuti Dharmananda, He-Shou-Wu. What’s in a herb name, Institute for Traditional Medicine, 1998, Portland, Oregon, USA.


Dong J., Wang H, Wan L, Hashi Y, Chen S., [Identification and determination of major constituents in Polygonum cuspidatum Sieb. et Zucc. by high performance liquid chromatography/electrospray ionization-ion trap-time-of-flight mass spectrometry, Se Pu. 2009 Jul;27(4):425-30.


Aubrey de Grey, Comment on some recent theses relevant to combating aging: August 2010, Rejuvenation Research, 9. August.


Huang, Bing u.a. (2014): Optimal inductive and cultural conditions of Polygonum multiflorum transgenic hairy roots mediated with Agrobacterium rhizogenes R1601 and an analysis of their anthraquinone constituents, Pharmacogn Mag. 2014 Jan-Mar; 10(37): 77–82.


Heuer, Steffan, Interview mit David Sinclair, Technology Review, 19. März 2010.


I.K. Hwang u.a., An extract of Polygonum multiflorum protects against free radical damage induced by ultraviolet B irradiation of the skin, Brazilian Journal of Medical and Biological Research, Band 39, September 2006.


Kim, H.N. und andere, Neuroprotective effects of polygonum multiflorum, Journal Ethnopharmacol., 150 (1). 108-115, Oktober 2013.


Lao, Ka-meng u.a.: Simultaneous determination of seven hydrophilic bioactive compounds of Polygonum multiflorum, Chemistry Central Journal, 2013, 7:45.


Luv, Lishuang u.a., Stilbene glucoside from polygonum multiflorum thumb, J. Agric Food Chem, 2010, Band 58, S. 2239-2245.


Park H.J. und andere, Topical application of Polygonum multiflorum extract induces hair growth of resting hair follicles through upregulating Shh and ß-catenin expression in C57BL/6 mice, J. Ethnopharmacol., 17. Mai 2011, Nr. 135(2), S. 369-75.


Quin, R. und andere, Protection by tetrahydroxystilbene glucoside against neurotixicity induced by MPP+:the involvement of PI3K/Akt pathway activation, Toxicol Lett., April 10, Band 202 (1), S. 1-7. Rao GX, Xue YM, Hui TT, Wang WJ, Zhang QL, Studies on the chemical constituents of the leaves of Polygonum multiflorum, Zhong Yao Cai., Juni 2009 Juni, Band 32(6), S. 891-893.


Sun, Y.N. u.a. (2013): Promotion effect of constitutents from the root of Polygonum multiflorum on hair growth, Bioorg Med Chem Lett, 23 (17): 4801-5.


Teeguarden, Ron: He Shou Wu, Dragonherbs, Abruf 15.3. 2014.


Teeguarden, Ron: Radiant health: the ancient wisdom of the Chinese tonic herbs. New York: Warner Books, 1998.


Unschuld, Paul, Medicine in China. A history of pharmaceutics. 1986, Berkeley: University of California.


Wang, Ying u.a. (2010): Retrospect and prospect of active principles from Chinese herbs, Acta Pharmacologica, 31:649-664.


Wang, T. und andere: Tetrahydroxysstilbene glucoside, a plant derived cognitive enhancer, promotes hippocampal synaptic plasticity, Eur J Pharmacolog, 10 Januar 2011, Band 650 (1), S. 206-14.


Wikipedia (2011, Abruf): Li Ching-Yuen, http://en.wikipedia.org/wiki/Li_Ching-Yuen.


Yance, Donald (2013): Adaptogens in medical herbalism, Healing Arts Press


Zhu, Z. u.a (2012): Simultaneous determination of stibenes, phenolic acids, flavonoids and anthraquinones in Radix polygoni multiflori, J Pharm Biomed Anal, 62: 162-166./p>


Das Folgende ist anzufügen:

Fo-Ti ist ein Nahrungsergänzungsmittel. Es dient weder der Prävention und Diagnose, noch der Therapie von Krankheiten. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise.

Alle Angaben ohne Gewähr. Jegliche Verwendung über den privaten Gebrauch hinaus bitte nur mit Genehmigung von Adaptogenics. Dies schließt die Abbildungen ein. Jegliche Haftung, insbesondere für eventuelle Schäden oder Konsequenzen, die durch die Nutzung des angebotenen Wissensstoffes entstehen, sind ausgeschlossen. Wir übernehmen keine Haftung für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hier zur Verfügung gestellten Informationen. Copyright Adaptogenics


 


Unser Blog

Neue Produkte

Shatavari/Tulsi - Extrakt Kapseln

100 Kapseln | 47,50 Gramm
EUR 17,00


(Asparagus racemosus & Ocimum tenuiflorum)

Roter Ginseng- Pulver Kapseln

120 Kapseln | 66 Gramm
EUR 24,40


(Panax ginseng C.A. Meyer)