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Was ist ein Adaptogen?



Definition



1. Der Begriff Adaptogen


Der Begriff „Adaptogen“ ist in der „Alternativ“-medizin weit verbreitet. Es existiert eine Vielzahl von verschiedenen Definitionen.

Beinahe jeder Forscher schreibt seine eigene Definition. Allerdings teilt sich der Grossteil der Definitionen eigene wenige Kernmerkmale. Diese werden wir nun versuchen aufzuzeigen um eine eigene Definition des Begriffs „Adaptogen“ aufzustellen.




Rhodiola rosea (Rosenwurz) eine Pflanze mit adaptogenen Eigenschaften

Der Begriff wurde unter anderem durch den russischen Forscher Nicolai Vasievich Lazarvich geprägt. Allerdings wollen wir auch seine Kollegen Brekhman und Dardymov erwähnen. 1958 wurde der Betriff Adaptogen erstmalig von Lazarvich eingeführt. 1969 fasste er in einem Artikel die frühe russische Forschung über Adaptogene zusammen und beschreibt die drei Merkmale die aus seiner Sicht ein Adaptogen definieren:



  • 1. Geringe Störung der normalen Funktion des Körpers, auch in hohen Dosen und bei längerer Einnahme ungiftig

  • 2. Keine spezifische Wirkung (was bestimmte spezifische Wirkungen nicht ausschließen muss)

  • 3. Wirkt normalisierend oder harmonisierend (homöostasische Funktion)


Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung im Bereich der Forschung ergänzen wir nun diese drei Merkmale mit unseren eigenen:



  • 4. „Entdeckt“ Störungen im Organismus

  • 5. Besitzt synergetische Eigenschaften

  • 6. Regt die Körperfunktionen an


Diese sechs Punkte bilden unserer Meinung nach, die Voraussetzungen, die eine Pflanze erfüllen muss, um als ein Adaptogen klassifiziert zu werden. Was bedeuten diese sechs Punkte nun im Detail?


2. Adaptogene Eigenschaften


Anbei finden Sie unsere ausformulierte Zusammenfassung über die Eigenschaften die ein Adaptogen innehaben muss.



Adaptogene sind in Pflanzen und Pilzen vorkommende Wirkstoffverbindungen, die in ihrem Zusammenwirken Körper und Gehirn dabei unterstützen, sich zu energetisieren, das Zusammenarbeiten seiner Organe zu harmonisieren, sein Immun- und Nervensystem zu unterstützen.



Sie tun dies, indem sie den Körper dabei helfen, sich gegen physischen und mentalen Stress zu schützen oder mit Stressoren so umzugehen, dass der Körper keinen dauerhaften Schaden erleidet. Sie erhalten oder erhöhen die natürliche Widerstandsfähigkeit und unterstützen dadurch die Selbstheilungskräfte. Sie führen den Körper in eine Balance zurück oder halten ihn im organischen Gleichgewicht (Man nennt das Homoöstase).



Adaptogene sind nicht-toxische Substanzen, die den Widerstand des Organismus gegen schädliche Einflüsse erhöhen und die Körperfunktionen normalisieren. Adaptogene machen also den Organismus widerstandsfähiger gegenüber Stressoren und stimulieren die überwiegend unspezifischen Abwehrmechanismen gegen Krankheitserreger, erhalten oder stärken also das Immunsystem. Der Gesundheit abträgliche Überbelastungen, insbesondere chronischer Natur auf den Körper werden korrigiert. In diesem Sinne haben sie „Anti-Aging“-Eigenschaften. Wenn der Körper mit Stress nicht fertig wird, baut er ab: er altert rascher. Nichtkompensierter Stress ist ein Mechanismus des Alterns. Adaptogene verhindern oder verzögern das Eintreten vieler Wirkungen des Alterns. Aus diesem Grund sind sie eine Schlüsselkomponente für eine gesunde Langlebigkeit.



Die Vielfalt der körperlichen Störungen, bei deren Bewältigung Adaptogene helfen, ist umfassend. Sei es Stress, sei es Schlaf, sei es das Immunsystem, seien es die Organe des Körpers, körperliche Energie (etwa für Sport), geistige Energie (beim Lernen, Konzentration), Nervensystem. Adaptogene wirken verjüngend auf gestresste Organe. Sie steigern Leistungsfähigkeit, Ausdauer und Erholung nach Erschöpfung. Adaptogene sind Energiespender. Sie wirken nicht-spezifisch – auf alles was im Körper sich abspielt.



Adaptogene sind reine Produkte der natürlichen Evolution und keine Medikamente. Menschen und Tiere geniessen sie seit vielen Tausend Jahren.




Eleutherococcus senticosus- Borstige Taigawurzel


Adaptogene gehören zur höchsten Klasse biologischer Wirkstoffe. Es gibt daher nicht viele davon. In einem Grundwerk über Adaptogene werden 21 aufgeführt. Nach neueren Erkenntnissen können wir die Anzahl auf 26 erhöhen. Da sie so gut wirken, wird vieles als Adaptogen bezeichnet, was aus der Erfahrung und der wissenschaftlichen Erkenntniss nur eingeschränkte adaptogene Eigenschaften aufweist. Adaptogene Heilpflanzen und Pilze wurden über Jahrhunderte, teilweise Jahrtausende von Menschen genutzt. Sie zeichnen sich durch einen reichen Erfahrungsschatz aus. Die Herkunft der Adaptogene ist bisher Ostasien, der indische Subkontinent (zusammen 18 Adaptogene) und der Osten Russlands (3 Adaptogene).


Neben den Adaptogenen gibt es „Halbadaptogene“ sowie Pflanzen, welche die Wirkkraft von Adaptogenen steigern können. Beide stimulieren sich in ihrer Wirkung.


3. Anerkannte Adaptogene


Die Aufstellung über anerkannte Adaptogene entnehmen wir Winston & Maimes und Yance, welche die Grundwerke über Adaptogene geschrieben haben. Fragezeichen bedeutet: Unklarkeit ob ein Adaptogen oder nicht. Auf jeden Fall ein „adaptogener Gefährte“ (Yance). Von uns ergänzt wurde die Auflistung um drei Adaptogene, welche die jüngere Forschung als solche identifzieren konnte: Agaricus, Camellia sinensis (grüner und weisser Tee), Curcumin und den adaptogenen Begleiter Quercetin (für einige Forscher auch ein Adaptogen). Gerstengras könnte ein Adaptogen sein, die Forschung bietet noch keine definitiven Anhaltspunkte. Jiaogulan darf nach einer Anordnung der Europäischen Gemeinschaft nicht als Nahrungsmittel verkauft werden. Die Liste ist kurz. 25 Adaptogene ohne Fragezeichen.



  • Agaricus, Amla, American Ginseng, Aralia (?), Astragalus, Ashwagandha

  • Camellia sinensis, Cordyceps, Curcumin (Turmeric)

  • Dang Shen

  • Eleuthero

  • Foti (He shou wu)

  • Guduchi

  • Holy Basil (Tulsi)

  • Jiaogulan

  • Licorice,Lycium (Goji)

  • Marapuama

  • Notoginseng

  • Panax Ginseng, Prince Seng

  • Quercetin

  • Reishi, Rhaponticum, Rhodiola

  • Schisandra, Shatavari, Shilazit (Mumie)




Literaturverzeichnis:


David Winston & Steven Maimes: Adaptogens. Herbs for stamina and stress relief, Rochester: Healing Arts Press. 2007.


Donald R. Yance, Adaptogens in medical herbalism, Rochester: Healing Arts Press. 2013.


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