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Fragen und Antworten zu Shilajit


Stand: April 2015







Shilajit in seiner Rohform


1. Was ist Shilajit? (Mumijo)


Shilajit ist eine überwiegend pflanzliche Mischung aus den südwestlichen Himalayas. Vergleichbare biologische Komplexe sind in den Hochgebirgsregionen der ehemaligen Sowjetunion (Altai-Gebirge) zu finden. Das Tonikum wurde seit Jahrhunderten als Mittel für vielfältige Problembereiche verwendet und gilt in der indischen Gesundheitstradition des Ayurveda als einer der natürlichen Wirkungskomplexe. Vergleichbare Anerkennung genießt es in der tibetanischen Medizin. Aristoteles soll Shilajit gekannt und empfohlen haben (Windmann, S. 13). Im Sanskrit heißt Shilajit „Eroberer der Gebirge und Zerstörer von Schwäche“. Shilajit ist ein Naturprodukt. Sein Name ist indisch. Ein anderer gebräuchlicher Name ist das russische Mumijo. In Indien ist Shilajit ein Standardprodukt in der Ayurveda und ist als Rasanya – die höchste Stufe von Naturprodukten. Seine Eigenschaft als Adaptogen ist unbestritten (Winston & Maimes). Der botanische Name ist Asphaltum bitumen, ein totaler Irrläufer, weil er eine Verwandtschaft mit Asphalt und Bitumen nahelegt, was angesichts der Vielfalt der bioaktiven Wirkstoffe und der Entstehung unsinnig ist. Shilajit ist ein Naturstoff, dessen Ursprünge auf Pflanzenmaterial zurückgehen. Carrasco-Gallardo u.a. verdanken wir eine ausführliche Darstellung des Himalaya-Adaptogens jungen Datums. Sie bezeichnen Shilajit als einen „natürlichen Phytokomplex“. Phyto bedeutet „Pflanze“ oder „pflanzlich“.

Ron Teeguarden ist ein Experte in Heilpflanzen und einer der größten Online-Anbieter von Heilpflanzen und Vitalpilzen in den USA.

Er beschreibt Shilajit als „eine seltene ‚pflanzliche‘ Substanz, von den Einwohnern in den süd-westlichen Himalayas gesammelt. Shilajit wird von vielen Meister- Herbalisten als die wichtigste natürliche tonische Substanz des Ayurveda (das traditionelle indische Gesundheitssystem) betrachtet.“

Im Mittleren und Fernen Osten ist Shilajit in ständigem Einsatz, seit Jahrhunderten. Jenseits der indischen Ayurveda wird Shilajit mit dem Namen Mumijo von Kirgisen, Usbeken, Tibetern über Generationen hinweg genutzt. An russischen Universitäten der ehemaligen Sowjetunion wurden frühe Forschungen getätigt und die Wirkungen als adaptogenisch nachgewiesen. Ähnlich wie bei Adaptogenen wie Rhodiola und Eleuthero wurde Shilajit in der Sowjetunion als Energiespender für Hochleistungssportler, Militärs und Astronauten untersucht und verwendet. Sein Aussehen ist das von steiniger Heilerde.



2. Wie ist Shilajit entstanden?



Werfen wir einen Blick auf die Abbildung. Affen im Himalaya-Gebirge. Was machen sie hier? Was suchen sie?




Auch Affen brauchen Sonne (Vitamin D) und reine Luft. Ihre genetische Ausstattung ist mit der des Menschen weitgehend identisch. Sie riechen aber besser als wir. Was haben sie gerochen? Shilajit. Es ist in den Felsen gespeichert. Starker Monsunregen und hohe Temperaturen im Sommer bringen es an die Oberfläche. Die Primaten kratzen es heraus – und schlucken es. Menschen haben sie beobachtet. Warum sind die Affen so gesund, kräftig und langlebig? Klettern die Berge rauf und runter, ohne sich auszugeben. Ihren Kindern geht es genauso. Sie spielen im Hochgebirge. Diese Geschichte wird mehrfach erzählt. Wahrscheinlich kannte sie Alexander der Große bereits auf seinen Feldzügen in Indien. Von ihm wird berichtet, er hätte Shilajit in seine Heimat gebracht.




Zu fragen ist jedoch, wie kommt Shilajit in das Gebirge? Wie kommt ein wesentlich aus Pflanzen und Mineralien bestehender Wirkstoffkomplex in den Himalaya, wo es bis zu einer Höhe von 5000 Metern „geerntet“ wird (Vergleich Mont Blanc: 4810 Meter).




Aufgrund seiner Entstehungsgeschichte fällt Shilajit aus dem Rahmen der üblichen Heilpflanzen und Vitalpilze heraus, haben diese adaptogene Eigenschaften oder nicht. Shilajit ist kein „Lebensmittel“, welches man durch Anbau ständig neu produzieren kann. Die Natur hat es nur einmal geschaffen. Es ist wie Gold. Es steckt in der Erde, lässt sich aber nicht vermehren. Shilajit wird daher von Wolfgang Windmann, Autor eines der wenigen Bücher zu Shilajit, zu Recht als „Das schwarze Gold des Himalaya“ bezeichnet.


Die Entstehung ist noch nicht vollständig geklärt. Wir stellen hier die vorherrschende Meinung vor. Sie hängt mit der Entstehung des Himalaya-Gebirges zusammen, beginnend vor 60 Millionen Jahren.


Vor ungefähr 60 Millionen Jahren begann die Entstehung des Himalayas. Damals waren Eurasien und Indien durch das Meer getrennt. Die indische, mit einer Vielfalt von Pflanzen bedeckte Landplatte, bewegte sich immer weiter auf die eurasische Platte zu und schob sich schließlich unter sie. Die eurasische Platte wurde angehoben und aufgefaltet. Heute nennt man sie die Himalayas. Dieser Vorgang dauert bis heute an, das Gebirge des Himalayas wird jährlich höher.




Quelle: Entstehung des Himalaya anschaulich erklärt.


Die indische Landplatte war mit vielfältigen Pflanzen bewachsen, Mineralien fanden sich im aufgefalteten Boden. Als dies wurde im Laufe der Millionen Jahre abgeschottet und dem Druck des darüber lagernden Gesteins ausgesetzt. Die vielfältigen bioaktiven Inhaltsstoffe schlummerten im Gebirge und entwickelten ihre seltenen Eigenschaften. An einigen Stellen trat es näher an die Oberfläche. Hitze und Monsunregen legten es in Teilen frei, so daß Primaten und Menschen den natürlichen Phytokomplex zu nutzFen vermochten.



3. Was sind die Inhaltsstoffe von Shilajit?



Das Shilajit ist ein kompakter Wirkstoffkomplex aus pflanzlichen und mineralischen Substanzen. Es enthält viele verschiedene Mineralstoffe in ihren natürlichen ionischen und organischen Formen, von Benzopyronen, Triterpenen, Lipiden von Phenolen und Fulvinsäure. Es scheint, glaubt man den Berichten über Shilajit/Mumiyo: Kein Supplement vermag mit Shilajit mitzuhalten. Nach Meena enthält das organische Pflanzenmaterial von Shilajit mehr als 84 Mineralien.




Ionische Mineralien und Inhaltsstoffe

Es lassen sich organische und nicht-organische Mineralien unterscheiden. Bei den organischen ist zwischen humischen und nicht-humischen Wirkstoffen zu trennen. Die humischen sind die organischen Bestandteile des Bodens. Bei Shilajit sind sie entstanden aus den Wechselwirkungen von Pflanzen, Algen, Moos und Mikroorganismen.


Inhaltsstoffe in Shilajit sind niedermolekulare Inhaltsstoffe in Kombination mit den wasserlöslichen Huminsäuren Fulvinsäuren). Die molekulare Wirkung von Shilajit wurde von Schepetkin u.a. untersucht.


Zahlreiche Mineralien sind in ihrer ionischen Form bei Shilajit nachgewiesen. Mineralien agieren als Katalysatoren und Anreger biologische Prozesse im Körper. Sie werden auch benötigt, um Vitamine zu assimilieren. Mineralien können in ionischer und nicht-ionischer Form vorliegen. Wer ein Ei isst, bekommt Calcium in ionischer Form. Die Körperzellen können es viel leichter aufnehmen als rohes Calcium in nicht-ionischer Form, welches man als Nahrungsergänzungsmittel einnimmt. Alle Mineralien in Shilajit sind ionisiert. Sie waren früher, vor Tausenden von Jahren, in den Pflanzen aktiv und wurden dann konserviert. Ohne Mineralien stirbt der Körper, mit ihnen kann er sich funktionstüchtig besser erhalten. Ionische Mineralien sind positiv geladene organische Mineralstoffe. Je weniger ionisch sie sind, desto weniger wirksam sind sie. Ionische Mineralien sind löslich und damit von den Zellen aufnehmbar. Die Fulvinsäure spielt dabei eine Schlüsselrolle.

Die ionischen Mineralien in Shilajit unterscheiden sich damit grundlegend von Mineralien, welche man als Nahrungsergänzung zu sich nimmt. Sie wurden im Entstehungsprozeß von Shilajit durch die Pflanzen aufgenommen und dann an die Erde in Form von Shilajit zurückgegeben. Auf diese Weise lassen sie sich vom Körper einfacher aufnehmen. Jede Zelle braucht Mineralstoffe, sie müssen jedoch durch die Zellwände kommen. Vitamine brauchen Mineralien. Enzyme, Hormone, das Immunsystem, sind auf eine große Bandbreite von Mineralstoffen angewiesen (Betterlife). Die Mineralstoffe von Shilajit sind ionisch geladen. Sie werden dadurch schnell vom Blutkreislauf absorbiert. Die Fulvinsäure sorgt dann dafür, daß überflüssige Mineralstoffe wieder aus den Zellen abtransportiert werden.


Die Zufuhr von organisch gebundenen Mineralien ist auch deswegen so wichtig, weil die Mineralstoffe in den Böden aufgrund ihrer Übernutzung ausdünnen. Die Hauptquelle von Mineralien sind Pflanzen. Mineralien sind dann organisch gebunden. Je reicher der Boden an Mineralien, desto mehr ionische, winzige aktive Mineralpartikel enthalten sie.



In solchen Felsen wird Shilajit „geerntet“.

Wie wirkt Shilajit mit anderen Adaptogenen zusammen?


Grundsätzlich gilt: aufgrund der Synergiewirkungen von Shilajit ist eine Steigerung der Wirkungen anderer Adaptogene zu erwarten. Diese Wirkungen nehmen mit dem Altern der Zellen zu, da es immer schwieriger für Wirkstoffe wird, die Zellwände zu überwinden. Das gilt auch für die Gehirnzellen.  Des weiteren wird auf ein synergetisches Zusammenwirken mit dem Adaptogen Ashwagandha, dem „indischen Ginseng“ und dem Co-Enzym CoQ10 verwiesen. Life Extension berichtet von einem guten Zusammenwirken von Co-Enzymen mit Shilajit.


Welche Shilakit-Produke bietet Teepower seinen Kunden?


Teepower bietet seinen Kunden gegenwärtig kein Shilajit Produkt an.


5. Literaturverzeichnis:


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Windmann, Wolfgang: Mumijo - das schwarze Gold des Himalaya: Ein traditionelles Naturheilmittel beschützt den Körper vor Krankheiten, Windpferd, 2005.


Winston, David & Maimes, Steven: Adaptogens, Healing Arts Press, 2007.


Das Folgende ist anzufügen:

Shilajit ist ein Nahrungsergänzungsmittel. Es dient weder der Prävention und Diagnose, noch der Therapie von Krankheiten. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise.

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