Adaptogene
Fragen & Antworten zu Ashwagandha
Was ist Ashwagandha?
Ashwagandha, botanisch Withania somnifera, ist ein bis zu eineinhalb Meter Höhe wachsender Strauch. Er gehört zur Familie der Nachtschattengewächse. Seine Früchte sind korallenrot aber ungenießbar.
Ashwagandha ist das Hauptprodukt der indischen Medizin Ayurveda („das Wissen vom Leben“). Die Heilpflanze hat viele Namen. Im Deutschen auch „Schlafbeere“, englisch „winter cherry“ (Winterkirsche) genannt. Ashwagandha gehört zur Pflanzenfamilie von Solanaceae (wie Lycium chinensis oder Goji).
Wahrscheinlich war bereits Alexander der Große mit der Pflanze vertraut, denn sowohl Gesundheitslehre als auch Heilkunde und Lebenskunst, hat in Indien eine Jahrtausende alte Tradition, die sich mit Techniken zur Aufrechterhaltung des gesundheitlichen Wohlbefindens befasst. Uns interessieren aber nicht die Krankheiten, für die man Ashwagandha nutzen kann (siehe ausführlich Rhyner und Kiel). Genauso wenig wie man ein Anhänger der Traditionellen Chinesischen Medizin sein muß, um aus asiatischen Ginseng Nutzen zu ziehen. Im indischen Ayurveda wird sie als einzelne Pflanze wie in Kombination mit anderen Heilpflanzen eingesetzt (ITM).
Von Ashwagandha werden hauptsächlich die Wurzel und Blätter verwendet. Die Wurzeln werden dann zu Pulver und Extrakten verarbeitet.
Warum ist Ashwagandha so populär in Indien?
Die naheliegende Antwort: Weil die Pflanze gute Leistungen bringt (siehe unten). Die komplizierte Antwort: Weil sie Teil eines Gesundheitssytems ist, in dem Heilkräuter eine Schlüsselrolle spielen. Hierzu nur zwei Zitate. Zunächst die klassische Definition, 2000 Jahre alt, zu Ayurveda, der indischen Heillehre:
„Ein Mensch wird gesund genannt, dessen Physiologie im Gleichgewicht ist, dessen Verdauung und Stoffwechsel gut arbeitet, dessen Gewebe und Ausscheidungsfunktionen normal funktionieren und dessen Seele, Geist und Sinne sich im Zustand dauerhaften, inneren Glücks befinden“ (Sushrata Samhita).
In der modernen Sprache hieße das: der Körper arbeit im Zustand der Homöostase und vermag Stress von seinen Organen einschließlich des Gehirns und des Nervensystems fernzuhalten.
„Der Ayurveda weist darauf hin, dass man sein Leben selbst gesundheitsfördernd gestalten und beeinflussen kann und es vor allem in der Hand des Individuums selbst liegt, lange und gesund zu leben. Dazu muss man individuelle Ungleichgewichte rechtzeitig erkennen und Homöostase anstreben. Die reichhaltigen Angebote aus der Natur können dabei sehr hilfreich sein“ (Keßler, S. 45).
Eine Ergänzung würden wir anbringen: Wie erkennt man „rechtzeitig“ Ungleichgewichte? Den Arzt fragen? Auch. Aber der „Trick“ eines Adaptogens wie Ashwagandha besteht gerade darin, daß es uns hilft, Ungleichgewichte überhaupt, ohne eigenes Zutun, zu erkennen. Ungleichgewichte bauen sich in der Zeit nur langsam auf. Es sind nicht Unfälle, sondern schleichende Vorgänge, die uns zu schaffen machen. Die Wirkstoffe von Ashwagandha zirkulieren im Körper, suchen, wo etwas nicht stimmt, greifen ein. Wenn alles stimmt, beugen die Adaaptogene vor, so dass weniger Unstimmigkeiten auftreten. Man spürt dann kaum, wann, wie und wo sie wirken. Sie beugen vor. Wie wir immer wieder sagen: wer nach der Einnahme oder schon vorher sagt, bei mir stimmt doch alles, wozu brauche ich das (noch), verschenkt daher Gesundheit. Unser Körper arbeitet so komplex, dass niemand erkennen kann, wann und wo im Körper Probleme anfangen. (Wer mehr dazu erfahren will, lese den Artikel zu den Funktionen von Adaptogenen).
Was sind die Wirkstoffe von Ashwagandha?
Als die wichtigsten Wirkstoffe werden Withanoside genannt. Dies sind steroidiale Laktone, eine Unterklasse der Laktone die wiederum zu den sog. Glykosiden gehören, organischen Verbindungen aus einem Zucker und einem Nicht-Zuckeranteil.
Der zweite wichtige Wirkstoff sind Alkaloide, stickstoffhaltige organische Verbindungen aus Pflanzen.
Sowohl von den Withanosiden wie von den Alkaloiden gibt es eine große Zahl von Varianten, die in Ashwagandha verfügbar sind. Die Einzelwirkung dieser Wirkstoffe und ihr Zusammenwirkung bringt die unten dargestellten vielfältigen Wirkungen hervor.
Glykoside finden sich auch im Jioaogulan, wo sie als Saponine bezeichnet werden. Es ist daher nicht erstaunlich, dass sich Ashwagandha wie Jioagulan durch eine große Wirkungsvielfalt auszeichnet. Auch die Bezeichnung „indischer Ginseng“ rührt daher auch aus den Ähnlichkeiten der Wirkstoffe, denn Saponine sind wiederum mit den Ginsenosiden des Panax (asiatischen) Ginseng verwandt. Die Aussage, daß „Ashwagandha, genauso wie Panax Ginseng, sich durch beträchtliche Antistress adaptogene Aktivität auszeichnet“ (Bhattacharya) kann daher auch nicht überraschen. In Extrakten sind sie Wirkstoffe in der Regel auf 1 % Alkaloide und 1,5 % Withanoside „standardisiert“.
Wozu ist Ashwagandha gut?
Zunächst verfügt Ashwagandha über die Eigenschaften von Adaptogenen (Winston & Maimes): Stärkung des Immunsystems, Antioxidant, wirkt bei Entzündungen, vor allem präventiv; wirkt gegen Stress und baut Stress ab, erschwert vor allem, dass Stress dem Körper schadet („bedeutendes Anti-Stress Potential, Kour u.a., 2009; Archana). Eine typische Aussage der Forscher: „Ashwaganda ist in einem weiten Bereich moderner und alter Ayurvedischer Anweisungen verfügbar, um Schwäche und Müdigkeit zu überwinden, dem Altern entgegenzuwirken und die Immunfunktionen zu verbessern” (ITM). Das Institute for Traditional Medicine ITM beschreibt daher die Eigenschaften von Ashwagandha als Adaptogen bei „Müdigkeit, Schwäche, geschwächtem Immunsystem, Hormonmangel.” Das „somnifera“ im botanischen Namen weist auf die beruhigenden Eigenschaften von Ashwagandha hin (ITM).
Dazu kommen spezifische Eigenschaften: beruhigt das Nervenssystems, verringert Angstgefühle, senkt Blutdruck und zu hohe Cholesterinlwerte, gilt als ein natürliches Aphrodisiakum für Mann und Frau, d.h. Stärkung des sexuellen Vermögens. Ashwagandha zeichnet sich somit durch Anti-Aging-Wirkungen aus. Sandhu und andere berichten über die vorbeugende Wirkung von Ashwagandha auf die Herzgesundheit. Im Ayurveda Journal ist zu lesen:
„Ashwagandha wirkt im Körper erwärmend .... unterstützt die Aufbauwirkung in allen Geweben, insbesondere im Muskelgewebe. Ashwagandha ist auch ein bekanntes Nerventonikum, vergleichbar in der Wirkung wie Ginseng.“
Auch für Sportler wird Ashwagandha auf grund der adaptogenen Eigenschaften empfohlen: „Eine hochinteressante Pflanze ist Withania somnifera. Sie kann ... als Adaptogen zur psychischen und physischen Harmonisierung bei Nervosität, Stress, Wettkampfangst und so weiter eingenommen werden“ (Feldhaus). Es gibt weitere positive Wirkungen, über die wir jedoch nicht berichten dürfen.
Woher weiß man, daß die Wirkungen tatsächlich eintreten?
Wenn man das alles liest, fragt sich man selbstverständlich, wie soll das möglich sein, soviele Wirkungen, vor einer einzigen Heilpflanze oder „Arzneidroge“, wie die Wissenschaft sagt? Die Antwort ist vierfach.
- (1) Die obigen Wirkungen sind keine Erfindungen oder leere Behauptungen. Menschen erfahren sie seit Hunderten von Jahren; wahrscheinlich bereits Alexander der Große auf seinen Feldzügen in Indien. Das heißt: Ashwagandha teilt mit anderen Adaptogenen die Eigenschaft, ein Erzeugnis der Evolution zu sein. Als die Menschen noch über keine moderne Medizin (ein Produkt des 19. Jahrhunderts) verfügten, haben sie auch in Indien alles ausprobiert, was ihnen helfen konnte. Ashwagandha war ihre Topentdeckung (es gibt weitere Adaptogene aus Indien, die auch in Kürze bei Teepower verfügbar sind).
- (2) Ashwagandha ist ein Adaptogen; davon gibt es nicht sehr viele (wenn man Marketing aussen vorläßt; wir stützen uns auf Winston & Maimes die 21 Pflanzen und Pilze als wissenschaftlich nachgewiesene Adaptogene anerkennen). Adaptogene haben vielfältige Eigenschaften, die wir nur in diesen Naturprodukten finden. Es handelt sich, wie die Forschung sagt, um pflanzenbasierte „Vielstoffgemische“. Sie verfügen aufgrund ihrer komplexen Wirkstoffkombinationen auch über vielfältige Wirkmechanismen, nicht zu vergleichen mit chemisch-synthetischen Arzneimitteln (Saller & Holzer).
- (3) Die aus der Tradition bekannten Eigenschaften sind wissenschafltiche bestätigt. Gegenwärtig gibt es – allein in englischer Sprache - 378 wissenschafltiche Publikationen in Zeitschriften.
- (4) Eigene Erfahrungen; man testet es selbst. Man spürt dann, ob, wann und wie es wirkt. Wer mehr Probleme hat, spürt es stärker als jemand, der weniger hat. Dies ist, wie wir immer wieder sagen, eine große Herausforderung für jeden von uns: Man spürt nichts, also denkt man, es wirkt nicht. Es geht aber um Vorbeugung, die Erhaltung der körperlichen Leistungsfähigkeit. Ashwagangda inspiziert durch seine Wirkstoffe ständig unseren Körper einschließlich des Nervensystem. Es untersucht, entdeckt, wo es Probleme gibt, repariert, ohne das wir viel spüren, bevor Krankheiten eintreten.
Das Gute bei Ashwagandha ist: es werden in Erfahrungsberichten und in der Wissenschaft keine negativen (toxischen) Wirkungen, Nebenwirkungen generell, festgestellt. Der Selbsttest ist also ungefährlich.
Zu welcher Qualität und welchem Preis ist Ashwagandha verfügbar?
Der angebotene Ashwagandha wird im Norden von Indien, in relativ trockenen Gebieten, an den Ausläufern des Himalaya angebaut. Der Anbau erfolgt durch Kleinbauern, organisch, ohne Zusätze von Dünger und Pestiziden. Das bewusste Ziel unseres Partners in Indien ist auch die Unterstützung der armen Bauern.
Die Qualität der Produkte wird ständig geprüft und entspricht inhaltlich den Standards, die für Extrakte von Ashwagandha üblich sind: 1 % Alkaloide und 1,5 % Withanoside. Die Menge – 600 mg pro Kapsel – ist größer als die üblich angebotene. Nebenwirkungen von Ashwagandha, auch bei Einnahme von größeren Mengen, sind nicht bekannt. Die Menge liegt aber immer noch im Rahmen des Normalen. Größere Mengen pro Kapsel erlauben zudem niedrigere Preise pro Mengeneinheit.
Wer die Preise von Teepower mit denen anderen Anbieter vergleicht, wird beträchtliche Preisunterschiede erkennen. Wer sich über die Preise informieren will, das Internet bietet viele Möglichkeiten, wie http://www.preisvgl.de/
Wir wollen nicht weiter kommentieren. Jeder sieht es. Frage: warum so preiswert? Antwort: Geringer Aufwand, ausser bei Qualität. Keine teuren Marketingaktionen. Spart Geld und ermöglicht niedrige Preise. Jedermann muß es kaufen können. Warum überhaupt ein Adaptogen wie Ashwagandha einnehmen?
Regel Nr. 1: Wer kein Adaptogen einnimmt, für den können sie auch nicht wirken.
Regel Nr. 2: „Der Weg (der Gesundheit) kommt zustande, in dem man ihn geht“ (Zhuangzi, chinesischer Philosoph).
Gesundheit muss man sich erarbeiten. Adaptogene helfen nur dem, der den WEG der Gesundheit auch geht.
Literatur:
Ende 2010 waren 378 wissenschaftliche Artikel ausschließlich in englischer Sprache zu Ashwagandha verfügbar. Auf die Behandlung von Krankheiten durch Ashwagandha können wir nicht eingehen.
R. Achana & A. Namasivayam, Antistressor effect of Withania somnifera, Journal of Ethnopharmacology, Band 64, 1999, S. 91-93. 91-93. M. K. Ahmad und andere, Withania somnifera improves semen quality by regulating reproductive hormone levels and oxidative stress, Fertil Steril., Band 94(3), August 2010, S. 989-96.
S.K. Bhattacharya & A.V. Muruganandam, Adaptogenic activity of Whitania somnifera, Pharmacology Biochemistry and Behavior, Band 75, Juni 2003, S. 547-555.
Feldhaus, Simon, Phytotherapeutischer Leitfaden aus der sportmedizinischen Praxis, 24. Jahrestagung für Phytotherapie, 19. November 2009.
Christian Keßler, Wirksamkeit von Ayurveda bei chronischen Krankheiten. 2007. K. Kour u.a., Restoration of stress-induced altered T cell function ... by Withanolide A., Int Immunopharmacol, September 2009, S. 1137-44.
ITM: Institute for Traditional Medicine, A BRIEF REVIEW OF AYURVEDIC CONCEPTS: ASHWAGANDA, Portland, Oregon, USA.
ITM: Institute for Traditional Medicine, Ashwagandha Withania somnifera.
R. Maurya, Chemistry and pharmacology of Withania coagulans: an Ayurvedic remedy, J. Pharm Pharmacology, Band 62 (2), 2010, S. 153-60.
Joachim Müller-Jung, Das bittere Ende kommt noch. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17. Dezember 2010, S. 31.
Hans Heinrich Rhyner und Edith Ch. Kiel, Das neue Ayurveda Praxis Handbuch Gesund leben, sanft heilen, 5. Auflage von 2004, AGM AG Müller Urania.
Reinhard Saller und Barbara Holzer, Multimorbidität, Komorbidität und phytotherapeutische Vielstoffgemische, Forschende Komplementärmedizin, 2010, 17, S. 300-302.
Sandhu JS, Shah B, Shenoy S, Chauhan S, Lavekar GS, Padhi MM, Effects of Withania somnifera (Ashwagandha) and Terminalia arjuna (Arjuna) on physical performance and cardiorespiratory endurance in healthy young adults, Int J Ayurveda Res. 2010 Jul;1(3), S.144-9
David Winston & Steven Maimes, Adaptogens. Herbs for strength, stamina and stress relief, 2007.
Haftungsausschluß: Alle Angaben ohne Gewähr. Jegliche Verwendung über den privaten Gebrauch hinaus bitte nur mit Genehmigung von Teepower. Jegliche Haftung, insbesondere für eventuelle Schäden oder Konsequenzen, die durch die Nutzung des angebotenen Wissensstoffes entstehen, sind ausgeschlossen. Wir übernehmen keine Haftung für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hier zur Verfügung gestellten Informationen.
