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Ashwagandha (Withania somnifera)



Fragen und Anworten


Stand: April 2015





Ashwagandha, Withania somnifera


1. Was ist Ashwagandha?

Ashwagandha, botanisch: Withania somnifera, ist ein bis zu eineinhalb Meter Höhe wachsender Strauch. Er gehört zur Familie der Nachtschattengewächse. Seine Früchte sind korallenrot aber ungenießbar.


Ashwagandha ist das Hauptprodukt der indischen Ayurveda („das Wissen vom Leben“). Die Heilpflanze hat viele Namen. Im Deutschen auch „Schlafbeere“, englisch „winter cherry“ (Winterkirsche) genannt. Ashwagandha gehört zur Pflanzenfamilie von Solanaceae (wie Lycium chinensis oder Goji).


Wahrscheinlich war bereits Alexander der Große mit der Pflanze vertraut, denn sowohl Gesundheitslehre als auch Heilkunde und Lebenskunst, hat in Indien eine Jahrtausende alte Tradition, die sich mit Techniken zur Aufrechterhaltung des gesundheitlichen Wohlbefindens befasst. Im indischen Ayurveda wird sie als einzelne Pflanze wie in Kombination mit anderen Heilpflanzen eingesetzt (ITM). Der „indische Ginseng“ gilt das Topadaptogen des indischen Subkontinents.


In Indien und China gelten Heilpflanzen als konzentrierte Ernährung. Ashwagandha ist die Pflanze mit dem höchsten Konzentrationsgrad. Von Ashwagandha werden hauptsächlich die Wurzel und Blätter verwendet. Die Wurzeln werden dann zu Pulver und Extrakt verarbeitet.


Im Sanskrit bedeutet Ashwagandha „Geruch des Pferdes", wahrscheinlich der Geruch der Wurzel, der eines verschwitzten Pferdes ähnelt. Der Name "somnifera" bedeutet "Anreger zum Schlaf“. Einige Herbalisten haben Ashwagandha als „indischen Ginseng“ charakterisiert, da es in Indien in ähnlicher Weise wie Ginseng verwendet wird. Es bleiben aber beträchtliche Unterschiede nicht nur in den botanischen Merkmalen, sondern auch in den lebenspraktischen Verwendungen. Ashwagandha gilt als ungiftig und nebenwirkungsfrei.


2. Was sind die Inhaltsstoffe von Ashwagandha?

Als die wichtigsten Inhaltsstoffe werden Withanoside genannt. Dies sind steroidiale Laktone, eine Unterklasse der Laktone die wiederum zu den sog. Glykosiden gehören, organischen Verbindungen aus einem Zucker und einem Nicht-Zuckeranteil.


Der zweite wichtige Inhaltsstoff sind Alkaloide, stickstoffhaltige organische Verbindungen aus Pflanzen.


Sowohl von den Withanosiden wie von den Alkaloiden gibt es eine große Zahl von Varianten, die in Ashwagandha verfügbar sind. Die Einzelwirkung dieser Inhaltsstoffe und ihr Zusammenwirkung macht den Ashwagandha aus.



Glykoside finden sich auch in anderen Adaptogenen, wo sie als Saponine bezeichnet werden. Auch die Bezeichnung „indischer Ginseng“ rührt daher auch aus den Ähnlichkeiten der Inhaltsstoffe, denn Saponine sind wiederum mit den Ginsenosiden des Panax (asiatischen) Ginseng verwandt. Die Aussage, daß „Ashwagandha, genauso wie Panax Ginseng, sich durch beträchtliche Antistress adaptogene Aktivität auszeichnet“ (Bhattacharya) kann daher auch nicht überraschen.


3. Von Mengen und Produkten

Welche Ashwagandha -Produke bietet Adaptogenics seinen Kunden


Der angebotene Ashwagandha wird im Norden von Indien, in relativ trockenen Gebieten, an den Ausläufern des Himalaya angebaut. Der Anbau erfolgt durch Kleinbauern, organisch, ohne Zusätze von Dünger und Pestiziden. Das bewusste Ziel unseres Partners in Indien ist auch die Unterstützung der armen Bauern.




Bauern auf einer Ashwagandha Plantage


Die Qualität der Produkte wird ständig geprüft und entspricht inhaltlich den Standards, die für Extrakte von Ashwagandha üblich sind.


Welche Mengen von Ashwagandha sind zu empfehlen?


450 Milligramm bis 2.5 Gramm Extrakt pro Tag. Zu Ashwagandha gibt es vielfältige Angebote, die gängigen Extraktverhältnisse sind in der Regel auf ein Minimum von 1% Alkaloide und und 1.5% Withanolide standardisiert.

Unsere Verzehrungsempfehlung bezieht sich immer auf unser Extrakt Verhältnis, in diesem Fall 5% Withanolide und 2,5% Alkaloide. Grundsätzlich gilt: mit geringen Mengen anfangen.


Unsere Verzehrungsempfehlung beträgt 550 Milligramm am Tag.


Sind Nebenwirkungen zu beachten?


In normalen Mengen eingenommen, gilt Ashwagandha als nebenwirkungsfrei (Winston & Maimes, Yance).


Mit welchen Nahrungs- und Nahrungsergänzungsmittel lässt sich Ashwagandha kombinieren?


Im Grunde mit allen. Ist dann eine Geschmackssache. Ashwagandha hat einen leicht bitteren Geschmack. Die Verwendung mit anderen Adaptogen wirkt synergetisch, steigert die Wirkung der beteiligten Pflanzen und Pilze. Synergie bedeutet das Zusammenwirken verschiedener Faktoren (Wirkstoffe): Die Gesamtwirkung von A (Ashwagandha) und B (Astragalus) ist größer Synergie ist größer als die Summe seiner Teile für sich allein betrachtet. 1 + 1 ist größer als 2. Ähnlich wie Kalium und Magnesium.






Wurzeln der Ashwagandha Pflanze


4. Warum ist Ashwagandha so populär in Indien?

Die naheliegende Antwort: Weil die Pflanze gute Leistungen bringt. In Indien und in China genauso gelten Heilplanzen als konzentrierte Ernährung. Die komplizierte Antwort: Weil sie Teil eines Gesundheitssystems ist, in dem Heilkräuter eine Schlüsselrolle spielen. Hierzu nur zwei Zitate. Zunächst die klassische Definition, 2000 Jahre alt, zu Ayurveda, der indischen Heillehre:


„Ein Mensch wird gesund genannt, dessen Physiologie im Gleichgewicht ist, dessen Verdauung und Stoffwechsel gut arbeitet, dessen Gewebe und Ausscheidungsfunktionen normal funktionieren und dessen Seele, Geist und Sinne sich im Zustand dauerhaften, inneren Glücks befinden“ (Sushrata Samhita). Aswagandha gilt als ein Kern des Rasanya. Im Ayurveda wird die pflanzliche Zubereitung als "Rasayana" bezeichnet.


Zitieren wir aus einem 2000 Jahre alten Text:


„Durch Rasayana erlangt man ein langes Leben (dirgha ayuh), Erinnerungsvermögen (smriti), geistige Klarheit (medha), Jugendlichkeit (taruna), Vollendung in der Sprache (vaksiddhi), Lebensenergie (vayas), Fülle im Hinblick auf Glanz, Farbe und Ton (prabha-varna-svara-audarya), optimale Kraft des Körpers und der Sinnesorgane (deha-indriya- bala-para), Vollendung der Sprache (vak-siddhi), Bescheidenheit (pranati) und Anziehungskraft (kanti).“ (Caraka Cikitsa 1.1.8).


In der modernen Sprache hieße das: der Körper Arbeit im Zustand der Homöostase. „Der Ayurveda weist darauf hin, dass man sein Leben selbst gesundheitsfördernd gestalten und beeinflussen kann und es vor allem in der Hand des Individuums selbst liegt, lange und gesund zu leben. Dazu muss man individuelle Ungleichgewichte rechtzeitig erkennen und Homöostase anstreben. Die reichhaltigen Angebote aus der Natur können dabei sehr hilfreich sein“ (Keßler, S. 45). Die zum Teil Jahrhundert alten Erfahrungen helfen uns dabei.


Homöostase ist zu ergänzen durch Allostase.

Bei der Erhaltung der Homöostase und Allostase der Energie – man kann es als Anti-Aging bezeichnen – spielt das neuroendoktrine System eine Schlüsselrolle (Winston & Maines; Yance). Für den Erhalt der physischen Funktion des Körpers ist es unverzichtbar. Am Beispiel des Alterns japanischer Menschen weisen es Arai & Hirose (Aging and bio-motor function) detailliert nach. Ashwagandha kann dazu beitragen die mentalen Fähigkeit zu erhalten. In Indien wird erfahrungsgemäß Ashwagandha auch als Mittel zur Entspannung und zum Schlaf eingenommen.


Literaturverzeichnis: Über 700 wissenschaftliche Artikel ausschließlich in englischer Sprache sind zu Ashwagandha verfügbar (Anfang 2015).


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Das Folgende ist anzufügen:

Ashwagandha ist ein Nahrungsergänzungsmittel. Es dient weder der Prävention und Diagnose, noch der Therapie von Krankheiten. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise.

Alle Angaben ohne Gewähr. Jegliche Verwendung über den privaten Gebrauch hinaus bitte nur mit Genehmigung von Adaptogenics. Dies schließt die Abbildungen ein. Jegliche Haftung, insbesondere für eventuelle Schäden oder Konsequenzen, die durch die Nutzung des angebotenen Wissensstoffes entstehen, sind ausgeschlossen. Wir übernehmen keine Haftung für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hier zur Verfügung gestellten Informationen. Copyright Adaptogenics.





 



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